Atom-Geschäftsführer Christopher Thornhill zeigte sich nach Abschluss der viertägigen Hausmesse, die vom 28. bis zum 31. Oktober stattfand, äußerst zufrieden. “Dass sich insgesamt 48 Firmen, zum Teil auch aus dem Ausland, über unsere Neuheuten informierten, hätte ich im Vorfeld nicht gedacht”, zieht der Atom-Geschäftsführer ein sehr positives Resümee, was die Frequenz und auch den messbaren Erfolg betrifft. “Verträge für etliche Maschinen konnten wir schon während der Messetage abschließen und zahlreiche Angebote gehen in den nächsten Tagen raus. Diese Präsentationsform in den eigenen Räumen wollen wir im Zweijahresrhythmus beibehalten und uns selbstverständlich auch auf den wichtigen und großen Messen zeigen. Hier in der Firmenzentrale können wir mit vertretbarem Aufwand die ganze Palette unserer Maschinen präsentieren und in aller Ruhe auf die Problemstellungen unserer Kunden eingehen. Techniker und Entwickler, die die Maschinen wie kein anderer kennen, sind da und können auf die Anforderungen und Problemstellungen der Kunden sofort reagieren. Man kann sich Zeit nehmen, die Neuheiten vorstellen und auch direkte Lösungen aufzeigen. Hochwertige Gespräche schätzen die Kunden mehr als ein kurzes ‘Hallo’ bei einer der großen Messeveranstaltungen”, lobt der ATOM-Geschäftsführer die Qualität des intensiven Gedankenaustausches mit den Kunden und Interessenten.
Mit Service punkten
Christopher Thornhill spricht auch von einer spürbaren Verlagerung Richtung Westen. Nicht nur Produktionsstätten in Osteuropa kämen nach dem rasanten Lohnanstieg in China wieder mehr in den Fokus. Besonders die Qualität und vor allem der Service europäischer Maschinenhersteller spielten bei Neuanschaffungen wieder eine bedeutendere Rolle. “Qualitätshersteller bestätigen uns immer wieder, dass Zuverlässigkeit, Produktionssicherheit und der Service in der Gesamtkalkulation einen gewichtigen Ausschlag zu Gunsten der europäischen Maschinen geben würden”, gibt der ATOM-Geschäftsführer seinen Eindruck von der momentanen Ost-West-Wettbewerbssituation wieder.
Besonders im Fokus standen während der Messetage zwei vollkommen überarbeitete Zwickautomaten: einer zum zwicken von Spitzen und ein weiterer für Seiten und Verse. Dabei wurde bei der Neukonzeption nach Firmenangaben besonders auf einen ergonomischen Aufbau und energiesparende Komponenten geachtet. Auch die Elektronik und die Software hätten ein Upgrade erhalten, das die Maschine noch bedienerfreundlicher mache.
Neben der Qualitätsverbesserung seien die Themen Energieeinsparung und Ergonomie am Arbeitsplatz wichtige Punkte für Kaufentscheidungen, so Thornhill. Auch die Steigerung des Automatisierungsgrades sei ein bedeutendes Argument für Neuanschaffungen. Thornhill verweist dabei auf die automatische Klebstoffauftragung: “Wenn per Hand, mit der Sprühpistole oder mit dem Pinsel aufgetragen wird, variiert die aufgetragene Masse immer wieder. Die Verpresszeiten in den Automaten sind jedoch auf eine exakte Klebstoffmenge und -verteilung ausgelegt. Zuviel oder zu wenig Klebstoff kann dann schnell zum Problem werden. Mit den Automaten lassen sich nicht nur Materialien einsparen, es steigt auch die Qualität in der Fertigung, was wiederum die Reklamationsraten senkt”.
Qualität wird gesucht
Rund 80 Prozenz der Messebesucher kamen aus der Schuhbranche, so wie Christof Bär, der Geschäftsführer des gleichnamigen Bequemschuhherstellers aus Bietigheim-Bissingen. Bär produziert in der eigenen Fertigungsstätte in Indien ca. 600 Paar Schuhe pro Tag, überwiegend für den deutschen und europäischen Markt. “Die Qualitätsverbesserung steht bei uns ganz klar im Vordergrund”, bestätigt Christof Bär im Gespräch mit Steptechnik, als er sich die Vorderkappen-Auftragemaschine vorführen lässt. Die Umstellung auf die thermoplastischen Flüssigkappen sei eine echte Option für ihn, die er in den nächsten Tagen mit seinen Technikern besprechen will. “Besonders die perfekte Schärfkante, die keinen Abdruck am Schaft erkennen lässt und die standardisierte und damit konstante Verarbeitungsqualität sind Argumente, die für eine eventuelle Umstellung sprechen”, so Christof Bär.
Die beiden Lloyd-Mitarbeiter Arnold Schröder (Prozessmanagement) und Erwin Schilmann (Modellabteilung) sind schön früh aus Sulingen angereist. “Unser Interesse gilt in erste Linie der neuen Generation von Schneidetischen. Doch wir nutzen heute auch die Gelegenheit, um die Neuheiten der ganzen Produktpalette kennenzulernen. Gerade in den direkten Gesprächen mit den Technikern ergeben sich oft Ansatzpunkte, die wir mit nach Hause nehmen und die uns in der Weiterentwicklung der Produktionsprozesse von Nutzen sein können”, so Arnold Schröder.