Esprit gibt bekannt, dass die Tochtergesellschaft Esprit Switzerland Retail AG am 25. März 2024 Insolvenz angemeldet hat. Diese Insolvenz habe keinen Einfluss auf das Business des Gesamtkonzerns. Alle 23 Filialen, die von der Esprit Switzerland Retail AG betrieben wurden, werden sofort geschlossen. 150 Mitarbeitende sind von dieser Entscheidung betroffen.
Diese Entscheidung sei „unvermeidbar“ gewesen, heißt es seitens Esprit. Das Geschäft mit den selbst betriebenen Filialen konnte aufgrund der wirtschaftlichen Situation, dem Anstieg an Energie- und Logistikkosten, der negativen Verbraucherstimmung und den hohen Mietkosten für die „überdimensionierten“ Flächen nicht mehr weitergeführt werden. In der Schweiz wird es weiterhin 19 Esprit-Filialen geben, die durch Franchise-Partner geleitet werden. Die Marke ist im Land außerdem im Online-Shop und bei 150 Multimarkenhändlern präsent. Esprit will die Kooperation im Rahmen einer umfassenden Kooperation mit Franchise- und Wholesale-Partnern vertiefen. Hier sehe das Unternehmen mit Sitz in Hongkong erhebliches Potenzial zur weiteren Profilierung der Marke und Kollektionen.
In einer Gewinnwarnung mit vorläufigen Jahresergebnissen meldete Esprit für das Jahr 2023 einen voraussichtlichen Verlust von rund 1,9 Mrd. Hongkong-Dollar (225 Mio. Euro). Im Vergleich zu 2022, wo es einen Verlust von 664 Mio. Hongkong-Dollar (79 Mio. Euro) gab, würde sich der Verlust demnach fast verdreifachen.