1.260 Gäste habe man auf der European Shoeshow gezählt, wobei nicht alle zum Kreis der Händler zählten. Auch interessierte Industrievertreter waren nach Köln gekommen, um sich ein Bild von der neuen Veranstaltung zu machen. Die Zahl der Händler, die zu Orderzwecken nach Köln gekommen waren, sei jedoch unter den Erwartungen geblieben. „Wir reihen uns damit ein in den Kreis der Veranstaltungen, die von einer allgemeinen Orderzurückhaltung geprägt sind“, erklärte Frank Hartmann im Gespräch mit schuhkurier. Es herrsche offenbar „maximale Verunsicherung“ in der Branche. Daraus könne man nur die Schlussfolgerung ziehen, insbesondere kleinere und mittelgroße Händler in Zukunft noch konkreter anzusprechen. Schließlich sei es gerade in schwierigen Zeiten wichtig, sich umfangreich zu informieren.
Gleichwohl sieht sich Hartmann im grundsätzlichen Konzept der European Shoeshow bestätigt. „Wir haben viel Zuspruch erfahren, das Ambiente wurde als ansprechend empfunden, die Organisation ist gut angekommen.“ Auch die Design Attack, die in einer historischen Halle im Erdgeschoss stattfand, sei erfolgreich gewesen, so Hartmann.
Er gehe zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass die für September geplante zweite Ausgabe (24./25.09.) wieder in der XPost in Köln stattfinden wird – mit wiederum um die 170 Ausstellern, wobei es in der Zusammensetzung wohl noch Veränderungen geben dürfte. Ziel sei es, auch bei den künftigen Veranstaltungen den Schwerpunkt auf Marken zu legen, die noch nicht zu breit im Markt vertreten sind. Zugleich hofft man auf eine steigende Internationalität. Diese sei bei den Ausstellern mit immerhin 40% Auslandsanteil bereits gegeben – sie sei bei den Besuchern jedoch ausbaufähig. Hartmann: „Wir können nicht erwarten, dass wir hier aus dem Stand heraus eine europäische Messe etablieren. Das muss sich entwickeln.“