Laut CBRE-Report kann Hongkong mit 51 Neueintritten nicht nur deutlich mehr neue Marktteilnehmer für sich gewinnen als jede andere Stadt, sondern auch als jedes andere Land der Welt. Dabei erfolgte der Zuzug durch Einzelhändler aus allen Bereichen – nicht nur aus dem Luxus-Modemarkt, der den Markt Hongkongs traditionell dominiert. Direkt hinter Hongkong folgt im Ranking der Länder Deutschland mit 41 neuen Markteintritten. Berlin wartet im weltweiten Städteranking mit einem sehr guten dritten Platz hinter Hongkong und Kiew auf. Die deutsche Hauptstadt kommt auf 28 Ansiedlungen, die als Neueintritte in den deutschen Markt gelten – und liegt damit vor Paris, Tokio, London und New York. Auch Frankfurt mit 20 Neueintritten sowie München und Hamburg mit jeweils 19 Neueintritten sind international besonders begehrt, wenn es darum geht, den deutschen Markt mit einem ersten Shop zu besetzen.
Karsten Burbach, Head of Retail bei CBRE in Deutschland: “Deutschland gilt als der europaweit größte und lukrativste Markt für global agierende Retailer. Dies liegt nicht nur an der robusten Konjunktur in Deutschland, die europaweit als vorbildlich gilt, sondern auch an der Vielzahl der interessanten Einkaufsstädte. Während sich das Interesse der internationalen Retailer in anderen europäischen Ländern häufig auf eine Metropole beschränkt, gelten in Deutschland neben den aufgeführten Metropolen auch Düsseldorf und Köln als gefragte Standorte für einen Eintritt in den deutschen Markt.”
Eine geringe Arbeitslosigkeit, steigende Löhne und ein Beschäftigungsgrad auf Rekordniveau liefern starke Fundamentaldaten für den Einzelhandelsmarkt in Deutschland und ermutigen die Einzelhändler, eine Vielzahl von Städten als Ziel für ihre Expansion zu definieren.
“Das Wachstum des Online-Einzelhandels verstärkt die Sorgfalt, mit der Einzelhändler ihre Portfolien analysieren, weiter. Während einige ihre Filialpräsenz verringern wollen, macht sich die überwiegende Mehrheit den Multi-Channel-Ansatz zu eigen, baut die Online-Präsenz aus, investiert aber auch in Neueröffnungen und in bestehende Filialen. Für viele Einzelhändler ist die Eröffnung von Filialen in neuen Märkten ebenfalls eine Priorität. Dies stützt unsere Aussage, dass sich länderübergreifende Aktivitäten auch 2013 in einem gleichmäßigen Tempo fortsetzen werden”, so Burbach abschließend.