Die Verantwortlichen der Expo Riva Schuh and Gardabags besuchten im April als Teil des Around the World-Programms Akteure der chinesischen Schuhindustrie. Sie pflegten vor allem Kontakte zu den lokalen Verbänden und Unternehmen in den Orten Jinjiang und Xiamen. Außerdem gab es Besuche bei Forschungs- und Entwicklungszentren sowie Test- und Zertifizierungslaboren.
Die Expo Riva nahm an den Messen China (Jinjiang) International Footwear Expo und International Sports Industry Expo teil. Die Messen unterzeichneten gemeinsam eine Absichtserklärung, sich zu einer engen Zusammenarbeit zu verpflichten, um einen immer produktiveren Handelsaustausch zwischen den westlichen und asiatischen Märkten zu ermöglichen. Die chinesische Wirtschaft suche den Zugang zum europäischen Markt, sagt Alessandra Albarelli, General Manager der Riva del Garda Fierecongressi: „Der durch die Zölle ausgelöste Handelskonflikt hat zweifellos den Fluss von Schuhen und Accessoires aus China in die USA unterbrochen. Die chinesischen Hersteller sind sich dessen bewusst und sehen Europa als einen Markt, den sie mit neuer Energie anvisieren.“ Sie ist davon überzeugt, dass chinesische Hersteller die Ansprüche im mittelpreisigen Segment erfüllen können: „Wir haben zahlreiche Unternehmen besucht und diejenigen getroffen, die Kollektionen für international bekannte Marken entwickeln. Dabei haben wir eine chinesische Produktionslandschaft gesehen, die nicht nur in der Großserienproduktion hervorragend ist, sondern auch die Erwartungen derjenigen erfüllen kann, die höherwertige Produkte suchen. Wir haben mit eigenen Augen gesehen, dass die Arbeitskräfte bereit sind, sowohl Qualität als auch Produktinnovation zu liefern.“ Vor allem mache es die chinesische Schuhindustrie immer mehr möglich, auch kleinere Mengen und damit innovativere Modelle produzieren zu lassen.