2015 wird das Jahr der Wahrheit. An dieser Auffassung, die bereits auf der vergangenen Ausgabe der Gardasee-Messe im Januar formuliert wurde, hat sich nichts geändert. Das wurde im Verlauf des schuhkurier-Roundtables in Riva deutlich. Insbesondere die hohe Geschwindigkeit der Veränderung stelle die Branche vor große Herausforderungen, so Dott. Giovanni Lacatena von Wortmann. Es gebe nicht nur zu viel Ware im Markt, sondern auch zu viele Flächen, stellte Heinzpeter Mandl von der Leder & Schuh AG heraus. Angesichts der Tatsache, dass rund 50 bis 60% der Schuhe heute reduziert verkauf werden, kann für Rudolf Hampl von Legero die Strategie nur lauten: „Wir müssen die Durchschnittspreise anheben.“ Schuhhandel müsse bezahlbar bleiben, ergänzte Dr. Matthias Händle von der HR Group. Zugleich müssten die Rahmenbedingungen angepasst werden. „Heute wird der Onlinehandel von der Politik subventioniert. Eine Liberalisierung der Öffnungszeiten ist dringend notwendig. Ansonsten drohen uns Geisterstädte.“
„So spannend wie in dieser Saison war es noch nie“, erklärte Christoph Gessner vom Supremo. Handel und Industrie müssten nun gemeinsam kämpfen.
Einen ausführlichen Bericht über die Gesprächsrunde lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 25/2015.