Der Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien in Deutschland setzte im ersten Halbjahr 2025 seinen Erholungskurs fort. Mit einem Transaktionsvolumen von 2,9 Mrd. Euro lag das Ergebnis zehn Prozent über dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt bleibt jedoch eine Lücke von rund 15 %. Die Zahl der Transaktionen stieg von 96 auf 112 Abschlüsse.
Fachmarktprodukte prägten weiterhin das Marktgeschehen. Auffällig war dabei eine wachsende Zahl an Transaktionen nicht lebensmittelgeankerter Fachmärkte – vor allem durch Portfoliokäufe. Insgesamt entfielen 64 % des Gesamtvolumens auf Fachmarktprodukte, darunter 36 % auf einzelne Fachmärkte, 20 % auf Supermärkte und acht Prozent auf Fachmarktzentren.
Drei Großtransaktionen – darunter die Übernahme der Porta Gruppe durch XXXLutz – machten über 1,5 Mrd. Euro des Halbjahresvolumens aus. Das ist mehr als vier große Abschlüsse im Vorjahreszeitraum zusammen erreichten.
Bei den Investitionsstrategien verlagerte sich der Fokus im zweiten Quartal zunehmend auf Core-plus-Objekte (48 % Marktanteil), während Core-Investments auf 26 % zurückgingen. Internationale Investoren trugen mit über einer Milliarde Euro Nettokapitalzufluss erheblich zur Marktaktivität bei.
Die Spitzenrenditen blieben stabil. München führt mit 3,2 % bei Geschäftshäusern, gefolgt von Berlin und Hamburg (je 3,4 %). Auch Fachmärkte (5,9 %) und Fachmarktzentren (4,6 %) zeigten keine Veränderung.
JLL erwartet bis Jahresende eine anhaltend lebhafte Entwicklung – gestützt durch eine stabile Vermietungssituation und eine wachsende Angebotsvielfalt in nahezu allen Subsegmenten.