Der Indikator des NIM Konsumklimas steigt für Juli 2026 auf minus 29,2 Punkte. Trotz der Stabilisierung bleibt die Verbraucherstimmung damit schwach.
Getragen wird die Entwicklung vor allem von Familien und Rentnerhaushalten. Bei Familien verbessert sich der Indikator auf minus 8,3 Punkte und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt. Ausschlaggebend sind laut dem Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) vor allem höhere Einkommenserwartungen und eine größere Anschaffungsneigung.
Auch bei Rentnerhaushalten steigt der Wert gegenüber dem Vormonat um zwölf Punkte auf minus 44 Punkte. Sie bleiben damit jedoch die pessimistischste der untersuchten Haushaltsgruppen. Bei Paaren, Singles unter 65 Jahren und sonstigen Haushalten trübte sich die Stimmung dagegen ein.
„Dass Familien und Rentnerhaushalte wieder etwas zuversichtlicher werden, dürfte vor allem daran liegen, dass die Inflation schwächer ausfällt als nach dem Energiepreisschock befürchtet“, erklärte NIM-Forscherin Anja Bauer. Die weiterhin zurückhaltende Stimmung der Rentner begrenze jedoch eine stärkere Erholung.
Die Ergebnisse basieren auf rund 2.000 Verbraucherinterviews vom 4. bis 15. Juni 2026. Der Indikator bildet die erwarteten gesamten privaten Konsumausgaben ab; der Einzelhandel steht laut NIM für etwa 35 % dieser Ausgaben.