Am Auftakttag waren laut ANWR bereits 180 Unternehmen aus dem Handel in Mainhausen vor Ort gewesen, um die Kollektionen der 230 Marken zu sichten. Diese hatten aufgrund einer Terminkollision mit einer anderen Veranstaltung teilweise in Zelten auf dem Parkplatz ihren Platz gefunden, da die Halle 6 auf dem ANWR Campus anderweitig genutzt werden musste. „Das war nicht optimal, aber es wurde alles getan, um die Situation für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestalten“, lautete hier das überwiegende Fazit der Aussteller.
Während die klimatischen Bedingungen in den Zelten am ersten Messetag allgemein als ’herausfordernd‘ beschrieben wurden, war die Lage am zweiten Tag deutlich entspannter.
Zugleich hatten die organisatorischen Umstände dazu geführt, dass die Messe am ersten Tag bis in den Abend hinein geöffnet war. Der zweite Messetag endete dafür schon am Nachmittag.
Herausfordernd stellt sich für den Handel derzeit vor allem die Lage an der Verkaufsfront dar. Temperaturen um die 30 Grad Anfang und Mitte September sorgten für Flaute in den Geschäften. „Es gab schon Tage mit Null-Umsatz“, berichtete ein Händler. Die Frequenzen in den Innenstädten waren selbst zu traditionell starken Einkaufszeiten sprichwörtlich im Keller. Allgemein herrschte Einigkeit darin, dass die Lage im Verkauf selten so angespannt war wie derzeit. Langfrist-Wetterprognosen lassen kaum Raum zur Entspannung. Nach jüngsten Erkenntnissen des Deutschen Wetterdienstes wird es auch in den kommenden Wochen überwiegend zu warm für die Jahreszeit bleiben.
Kollektionen: „Noch viel passiert“
Auf den Fashion Days und Scala nutzten die Händler die Gelegenheit, ihren Sortimenten weiteres Profil zu verschaffen. Lobend hoben die Kunden hervor, dass in etlichen Kollektionen noch einiges passiert sei, um deren Aussage zu optimieren. Geht man nach den Präferenzen der Händler, dürfte die kommende F/S-Saison vor allem weiß und metallisch glänzen. Sandalen, aber auch Sneaker, gerne mit Kombination verschiedener Materialien, standen bei den Einkäufern hoch im Kurs.
Deutlich im Vordergrund standen für viele Händler auf den Fashion Days neben den Schuhen auch Accessoires wie Taschen, Tücher oder kleine Dekorationselemente.
Im März hatten 555 Personen aus 240 Unternehmen die Fashion Days/Scala besucht. Im September 2015 waren es 600 Personen aus 256 Unternehmen gewesen.