Um die 50 herum ist man bekanntlich im besten Alter. Auch die Quick Schuh, seit Anfang 2017 als Franchise-System der ANWR Group neu positioniert, hat fast ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel. Allerdings auch turbulente Zeiten hinter sich. Am 19. Februar fiel in Mainhausen anlässlich des Quick Schuh-Partnertages der Startschuss für eine Zukunft, die nach dem Willen der Verantwortlichen mit einem frischen, attraktiven und kraftvollen Auftritt, effizienteren Prozessen, mehr Umsatz und vor allem mehr Ertrag für den einzelnen Quicker einhergeht. Das kann gelingen – wenn alle mitziehen. Unter dem Motto ’Ready for Quick-off‘ waren also die Quick Schuh-Händler – aktuell sind dies 89 Unternehmen mit 185 Geschäften – eingeladen, ein Einzelhandelskonzept zu erleben, dem man seine 50 Jahre nicht ansieht.
Um diesen Weg überhaupt zu gehen, war es zunächst notwendig, die Quick Schuh in die ANWR zu integrieren; aus der einst praktisch eigenständigen Gesellschaft mit sehr heterogener Händlerschar und zahlreichen Konzept-Interpretationen ein System zu machen, das klare Regeln für alle Teilnehmer setzt. Das war ein schwieriger, teils schmerzhafter und vielfach kontrovers diskutierter Prozess. Ein Systemwechsel. Franchise, das bedeutet Verbindlichkeit in vielen Punkten und ein Stück Abschied vom individuellen Konzept. Das muss man wissen und das muss man wollen.
Die Quick Schuh-Konzeptleitung unter Pedro David Mastrorilli und Nicole Wesner sowie des Warenverantwortlichen Hans-Jörg Siegers hat sich in den zurückliegenden Monaten viel Zeit für eine akribische Bestandsaufnahme des ’grünen Q‘ genommen. Mit dem Ergebnis, dass der Bestand zwar recht ordentlich, zugleich aber auch deutlich optimierbar ist. Flächenproduktivität, optische Einheitlichkeit, Preisaufbau und -kommunikation, Kundenansprache, Ladenbau – jede Menge Betätigungsfelder wurden identifiziert und neue Lösungen erarbeitet. Eine Menge Information für die Teilnehmer des Partnertages. Das muss nun erst einmal sacken.
Danach aber kann aus dem gelegentlich als ’grüne Hölle‘ empfundenen Konzept das werden, was der ANWR-Vorstandsvorsitzende Günter Althaus schon vor einigen Jahren in Aussicht stellte: ein frisches Nahversorgungskonzept mit klarer Kundenansprache, einem konsumigen Angebot für die ganze Familie und attraktiven Angeboten. Es darf angenommen werden, dass die etwa 120 Teilnehmer des Partnertages wohl entschlossen sind, mit dem Franchise-System in die Zukunft zu starken – Stichwort ’Quick-off‘. Vielleicht färbt das ’grüne Blut‘, das man den Verantwortlichen nachsagt, auf viele Händler ab. Dann wäre der Systemwechsel wirklich gelungen.