Der britische Sport- und Modehändler hält sich durch die noch offenen Übernahmeangebote für den deutschen Modekonzern Hugo Boss und die australische Schuhhandelsgruppe Accent Group bezüglich seiner Jahresprognose zurück. Frasers will die Lage zum Halbjahr erneut bewerten.
Beide Vorstöße trafen bislang auf Ablehnung. Hugo Boss bezeichnete das Angebot von 38 Euro je Aktie als finanziell unzureichend. Auch ein unabhängiges Gremium des Accent-Verwaltungsrats empfahl den Aktionären, die Offerte von Frasers nicht anzunehmen.
Frasers bietet 38 Euro je Hugo-Boss-Aktie und 0,65 australische Dollar je Accent-Aktie. Der Konzern hielt nach dem Geschäftsjahresende 26,1 % an Hugo Boss; die Beteiligung an Accent lag bei 22,9 %. Beide Beteiligungen steuerten im abgelaufenen Jahr zusammen 49,7 Mio. britische Pfund zum bereinigten Vorsteuergewinn bei.
Im Geschäftsjahr 2025/26 stieg der Konzernumsatz um 8,7 % auf 5,33 Mrd. britische Pfund. Getrieben wurde das Wachstum vor allem vom internationalen Handelsgeschäft, dessen Umsatz infolge von Zukäufen um 59,2 % zulegte. Dagegen gingen die Erlöse im britischen Sporthandel um 4,7 % und im Premiumsegment um 6,9 % zurück. Der bereinigte Vorsteuergewinn sank um 4 % auf 538 Mio. britische Pfund.