Under Armour hat die vorläufigen Geschäftszahlen für das Geschäftsjahr 2026 vorgelegt, welches am 31. März 2026 endete. Der Umsatz sank um 4 % auf 5,0 Mrd. US-Dollar, wechselkursbereinigt entspricht das einem Minus von 5 %. Die Bruttomarge sank um 240 Basispunkte auf 45,5 %. Das Unternehmen führt diese Entwicklung auf höhere Zölle, höhere Produktkosten sowie einen nachteiligen Produkt- und Kanalmix zurück. Als Nettoergebnis gibt es einen Verlust von 496 Mio. Dollar, der operative Verlust lag bei 163 Mio. Dollar. Bereinigt gab es hingegen einen Gewinn von 107 Mio. Dollar, der unter anderem durch Restrukturierungskosten bereinigt wurde. Vergangenes Jahr investierte Under Armour in die Neuausrichtung des Unternehmens, was kommendes Jahr für stabilisierte Umsätze sorgen soll. „Unsere Ergebnisse im Geschäftsjahr 2026 spiegeln die gezielten Maßnahmen wider, die wir derzeit ergreifen, um das Unternehmen neu auszurichten und die Disziplin wiederherzustellen, die erforderlich ist, um als erstklassige Marke zu agieren“, sagte Kevin Plank, Präsident und CEO von Under Armour. „In den letzten zwei Jahren haben wir strukturelle und makroökonomische Herausforderungen direkt angegangen und gleichzeitig unsere Produktstrategie weiterentwickelt. Wir straffen unser Betriebsmodell und erhöhen die Verantwortlichkeit bei der Umsetzung, um ein kontrollierteres und berechenbareres Geschäft zu schaffen.“ Plank fuhr fort: „Da sich unser Umsatz im Geschäftsjahr 2027 stabilisiert, wenden wir dieselbe Strenge, mit der wir unsere Produktentwicklung stärken, auch auf unsere Fähigkeiten im Bereich Storytelling an. Der Aufbau einer erstklassigen, modernen Marketingkompetenz hat nun höchste Priorität für uns. Wir sind überzeugt, dass dies die Verbrauchernachfrage ankurbeln und dazu beitragen wird, das Gewinnprofil von Under Armour neu zu gestalten.“ Der verwässerte Verlust je Aktie lag bei 1,16 Dollar, der bereinigte verwässerte Gewinn je Aktie bei 0,12 Dollar.
Der Umsatz in Nordamerika ging um 8 % auf 2,9 Mrd. Dollar zurück, während der Umsatz außerhalb Nordamerikas um 4 % auf 2,1 Milliarden US-Dollar stieg, wechselkursbereinigt ist der Umsatz unverändert. In der EMEA-Region stieg der Umsatz um 9 %, das sind wechselkursbereinigt +3 %. In der APAC-Region sank der Umsatz um 5%, wechselkursbereinigt 6 %. Der Umsatz im Großhandel sank um 5 % auf 2,8 Mrd. Dollar, der D2C-Umsatz ging um 2 % auf 2,1 Mrd. Dollar zurück. Innerhalb des D2C-Segmentes machte der Online-Umsatz 33 % aus. Der Bekleidungsumsatz ging um 2 % auf 3,4 Mrd. Dollar zurück, der Schuhumsatz sank sogar um 11 % auf 1,1 Mrd. Dollar. Der Umsatz mit Accessoires stieg hingegen um 1 % auf 414 Mio. Dollar.
Mit Blick auf das vierte Quartal bei 1,2 Mrd. Dollar, das ist 1 % weniger bzw. wechselkursbereinigt 4 % weniger als im Vorjahr. Die Bruttomarge ist um 470 Basispunkte auf 42,0 % gesunken. In Nordamerika sank der Umsatz um 7 % bzw. wechselkursbereinigt um 10 % auf 641 Mio. Dollar. Außerhalb Nordamerikas wurden 539 Mio. Dollar umgesetzt. In der EMEA-Region stieg der Umsatz um 7 %, wechselkursbereinigt entspricht das jedoch einem Minus von 1 %. Im APAC-Raum gab es ein zweistelliges Plus von 13 % bzw. wechselkursbereinigt um 8 %. Der Wholesale-Umsatz sank um 3 % auf 748 Mio. Dollar, der D2C-Umsatz stieg um 5 % auf 406 Mio. Dollar. Nach Kategorien bleiben sowohl die Bekleidungsumsätze von 778 Mio. Dollar als auch die Schuhumsätze von 282 Mio. Dollar stabil. Die Accessoires-Umsätze sind um 2 % auf 94 Mio. Dolar gestiegen.