Mit einer App will das süddeutsche Start-Up Sooley den Prozess, maßgefertigte Einlagen zu produzieren, vereinfachen. Während 70% der Bevölkerung an Fußbeschwerden leiden würden, seien viele vom Aufwand und den langen Wartezeiten abgeschreckt, sich dagegen versorgen zu lassen. Die Sooley-Gründer wollen so dafür sorgen, dass mehr Menschen etwas gegen ihre Fußprobleme tun können.
Mit der App können Nutzerinnen und Nutzer über die in iPhones eingebauten 3D-Gesichtsscanner detaillierte 3D-Abbildungen der Füße anfertigen lassen. Die App soll so leicht zu bedienen sein, dass auch Laien problemlos mit ihr arbeiten können. „Unser Ziel war, die App so einfach zu machen, dass sogar mein sechsjähriger Sohn Spaß am Scanvorgang hat“, so Sooley-Mitgründer Sanya Zillich. Diese Abbildungen können an Orthopäden geschickt werden. Orthopädieschuh-Technikermeister Achim Oberle erklärt aus seinem Arbeitsalltag: „Sooley ermöglicht es uns, von Kunden weltweit nahezu kostenfrei Fußscans zu erhalten. Das öffnet zum Beispiel die Tür zu umfangreichen Langzeitstudien über die Fußgesundheit. Darauf haben wir in der Branche lange gewartet.“ Der Orthopäde kann auf Basis der Scans ein individuelles Befundvideo anfertigen, bei dem die Maße der Füße und auch der Schuhe einfließen. Dann können maßgefertigte Einlage aus dem 3D-Drucker in Auftrag gegeben werden, die an den Betroffenen versandt werden. „Im Vergleich mit traditionellen Produktionsmethoden können so rund 70% Müll gespart werden“, so Oberle. Sooley hat sich außerdem mit Triathleten ausgetauscht, um Lösungen für Lauf- und Fahrradfahreinlagen zu entwickeln.