Der CFO-Wechsel fällt in eine Phase, in der Medien zuletzt über wirtschaftliche Probleme des Konzerns berichteten. Der Spiegel berichtet unter Berufung auf Insider, das Weihnachtsgeschäft sei schwächer als erwartet verlaufen; demnach hätten Kundenfrequenz, Umsatz und Bruttogewinn unter Plan gelegen – seit Beginn des Geschäftsjahres (Anfang Oktober) bis kurz vor Weihnachten wurde ein Umsatzrückgang um rund 9 % auf etwa 540 Mio. Euro beobachtet. Zudem thematisiert der Bericht eine angespannte Liquiditätslage und hohe Rabattintensität (bis zu 70 %).
Auch andere Medien griffen zuletzt die Frage auf, wie stabil der Konzern nach mehreren Restrukturierungen in das Jahr 2026 startet; die Süddeutsche Zeitung führte dazu im Dezember ein Interview mit Galeria-CEO Tilo Hellenbock und Christian Sailer im Kontext „schwächer als erwartetes Weihnachtsgeschäft“.
Christian Sailer war nach Unternehmensangaben zum 1. Oktober 2024 als CFO zu Galeria gekommen. In der öffentlichen Berichterstattung rund um die Neuausrichtung nach der Insolvenz war Sailer zuletzt auch als Teil der Doppelspitze genannt worden (neben Tilo Hellenbock). Nun haben die Shareholder von Galeria haben ihn von seiner Funktion als CFO abberufen. Interimistisch soll Norman Krotten den Verantwortungsbereich mitübernehmen. Krotten ist derzeit Geschäftsführer sowie CFO für den Bereich Food & Gastro bei Galeria.
Eine offizielle Einordnung seitens Galeria liegt derzeit noch nicht vor.