Neun Filialen befinden sich bereits seit März in entsprechenden Verhandlungen. Dazu gehören die Standorte München-Rotkreuzplatz, Berlin-Alexanderplatz, Berlin-Kurfürstendamm, Berlin-Hermannplatz, Köln Hohe Straße, Köln Breite Straße, Mannheim, Braunschweig und Aschaffenburg. An weiteren 24 Standorten sollen die Gespräche nun beginnen.
„Die Verhandlungen sind Bestandteil der konsequenten Umsetzung des strategischen Zielbilds 2030“, erklärt Norman Krotte, CFO und Geschäftsführer von Galeria. Die bestehenden Verträge sollen nach seinen Angaben „an die lokalen Gegebenheiten und veränderten Marktbedingungen der jeweiligen Stadt“ angepasst werden.
Bei der Auswahl der 33 Häuser hat Galeria nach eigenen Angaben das gesamte Filialnetz in einem zweistufigen Verfahren analysiert. Berücksichtigt wurden unter anderem die strategische Bedeutung eines Standorts, die Wettbewerbssituation, das künftige Marktpotenzial und das prognostizierte Umsatzrisiko. Auf Filialebene flossen zudem die Mietbelastung, die operative Ertragskraft, die Größe der Verkaufsfläche und das Potenzial für Flächenoptimierungen in die Bewertung ein.
Neben veränderten Mietkonditionen könnten auch neue Flächen- und Nutzungskonzepte Teil der Gespräche sein. Galeria setzt im Zuge seiner Neuausrichtung unter anderem auf kompaktere Flächen, stärker lokal ausgerichtete Sortimente und eine höhere Flächenproduktivität.
„Viele Häuser haben noch nicht ausgeschöpft, was in ihrem lokalen Markt möglich ist“, sagt Tilo Hellenbock, COO und Geschäftsführer von Galeria. Das Unternehmen werde jeden Standort „einzeln und ergebnisoffen betrachten“. Voraussetzung sei, dass die Rahmenbedingungen aufseiten der Vermieter, der Kommunen und des Unternehmens stimmten.
Sollte an einzelnen Standorten keine wirtschaftlich tragfähige Lösung gefunden werden, sei die Fortführung als klassisches Warenhaus gefährdet. Galeria schließt in diesem Fall auch Kündigungen bestehender Mietverträge und spätere Standortschließungen nicht aus. Nach Angaben des Unternehmens steht jedoch der langfristige Erhalt der Häuser im Vordergrund.
Auch an den übrigen 52 Standorten führt Galeria Gespräche mit Vermietern und lokalen Partnern über mögliche Optimierungen. Parallel prüft der Konzern selektive Neueröffnungen in strategisch geeigneten Städten und Immobilien.