Die Gläubigerversammlung hat am 28. Mai dem Sanierungsplan für das Warenhausunternehmen zugestimmt. Das geht aus verschiedenen Medienberichten hervor. Damit rückt der Abschluss des Insolvenzverfahrens in greifbare Nähe. Nach Ende einer Einspruchspflicht kann das Amtsgericht Essen das Verfahren aufheben. Danach kann das Unternehmen von den neuen Eigentümern saniert werden.
Dabei handelt es sich um die US-amerikanische Investmentgesellschaft NRDC und die Beteiligungsgesellschaft des Mannheimer Unternehmers Bernd Beetz (Coty). Im Juli soll Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus das Unternehmen an die neuen Eigner übergeben.
Vermieter, Lieferanten und andere Gläubiger, darunter der Bund, hatten zuletzt laut Medienberichten Forderungen in Höhe von 886 Mio. Euro angemeldet. Zurückfließen könnte davon eine Quote von 2,5 bis 3%.
16 der noch vorhandenen 92 Filialen sollen geschlossen werden; damit verlieren 1.400 Menschen ihren Job. Aktuell gibt es an einigen Standorten, darunter Mannheim, Gespräche über mögliche Lösungen für die Häuser. Ähnliches gilt für die Filialen in Augsburg und Würzburg. Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zeigte sich gegenüber der Augsburger Allgemeiinen, er sei „verhalten optimistisch, für die Filialen Augsburg und Würzburg eine Lösung zu finden“.
Die aktuelle Schließungsliste umfasst die folgenden Galeria-Häuser:
- Augsburg
- Berlin Ringcenter
- Berlin Spandau
- Berlin Tempelhof
- Chemnitz
- Essen
- Köln Breite Straße
- Leonberg
- Mainz
- Mannheim
- Oldenburg
- Potsdam
- Regensburg Neupfarrplatz
- Trier Fleischstraße
- Wesel
- Würzburg