Frau Kähler, welches Fazit ziehen Sie nach drei Tagen Messe?
Wir sind zufrieden und bekommen mehrheitlich sehr gutes, positives Feedback. Auch von internationalen Marken, die auf der Gallery Shoes Einkäufer aus Ländern sehen, die schon sehr lange nicht mehr in Düsseldorf waren. Das freut uns sehr. Gleichwohl werden wir weiter unsere Hausaufgaben machen und das Konzept weiter justieren.
In welchen Bereichen sehen Sie Bedarf für eine Justierung?
Wir arbeiten weiter daran, den internationalen Besucherzuwachs zu erhöhen. Dies bedarf einer kontinuierlichen Kommunikation, um international immer wieder auf den neusten Informationsstand zu bringen und internationale Besucher neu anzuziehen. Unser Ziel mit der Lancierung dieser Messe war, Gallery Shoes zu einem Place to be für die Schuhbranche in Deutschland zu etablieren, was uns bereits gelungen ist, und sukzessive natürlich auch für Europa, woran wir weiter arbeiten. Zu justieren sind immer wieder auch Serviceleistungen wie z. B. der Shuttle Service. Weiterentwicklung liegt in der Natur einer Messe, weil sich der Markt selbst auch ständig weiterbewegt und verändert.
Einige Aussteller waren mit der Frequenz nicht zufrieden. Welche Maßnahmen wollen Sie hier ergreifen?
Die Frequenz ist teilweise ein Thema. Wie wir alle wissen, auch auf anderen Messen. Wir werden weiter daran arbeiten. Dieses Thema liegt jedoch nicht nur in den Händen des Veranstalters, sondern hier ist auch jeder Aussteller mit seiner eigenen Magnetkraft gefragt, um gewünschte Einkäufer anzusprechen und anzuziehen. Keine Messe lebt nur von Rahmenbedingungen der Organisatoren. Jede Marke muss auch ihren eigenen Beitrag leisten und Messen mit entsprechender Gewichtung im eigenen Konzept positionieren. Auch die Verfeinerung der Tools spielt eine große Rolle: Wir beispielsweise sind dazu übergegangen, wieder postalische Einladungen, die weitaus kostenintensiver sind, zu verschicken. Menschen werden heute mit E-mails überflutet… Wir haben zudem viel in den ’Wohlfühleffekt‘ investiert und werden das auch weiterhin tun. Uns geht es darum, Menschen emotional zu binden. Damit schaffen wir wesentlichen Mehrwert.
Nachdem die spanische Schuhmesse Momad abgesagt wurde, kam dort der Wunsch auf, eine neue Messe nach dem Modell der Gallery Shoes zu entwickeln. Das ist ein Kompliment für Sie und Ihr Team. Ist es auch eine Chance?
Es freut uns sehr, dass unsere Messe international so wahrgenommen wird. Im Hinblick auf die spanischen Anbieter sind wir nun noch mehr gefragt. Wir arbeiten bereits daran, diesen Unternehmen Raum zu schaffen. Hier hilft z. B., dass es natürlich immer wieder auch Wechsel bei den Ausstellern gibt, wodurch Neufläche entsteht, obwohl die Rückkehrquote bei 98% liegt. Zudem haben wir unsere Fläche gerade um 1.900 qm erweitert. Letztlich ist eine Messe immer ein sich veränderndes Kaleidoskop, was sich auch in einem beweglichen Markenportfolio zeigt.