595 Händler gehören aktuell zur in Düsseldorf ansässigen Garant Deutschland GmbH. Sie generierten in 2015 einen ZR-Umsatz in Höhe von 106 Mio. Euro. Ihnen will man seitens der ANWR nun neue Möglichkeiten bieten. „Wir stehen vor großen Veränderungen“, erläuterte Michael Decker, Geschäftsführer der ANWR Schuh GmbH, am Rande der Messe First Order in Mainhausen die Hintergründe der getroffenen Entscheidungen. Es sei angesichts dessen notwendig, auch Organisationsstrukturen im eigenen Unternehmen anzupassen. Fragen wie die, ob für Garant-Händler separate Ordertermine sinnvoll sind oder ein eigener Stab von Betriebsberatern diese Unternehmen betreuen soll, habe man intensiv diskutiert. Das Ergebnis: Die Betreuung der Garant-Händler ist zum Jahreswechsel in die Struktur der ANWR übergegangen. Die vier bislang für die Garant-Händler zuständigen Außendienstler gehören inzwischen zum Team der ANWR Schuh GmbH. Derzeit würden die Händler beider Verbundgruppen noch parallel betreut; man wolle in Ruhe analysieren, wie die weitere Vorgehensweise aussehen soll, so Decker. Im Zuge der Umstrukturierungen habe man allen 15 Garant-Mitarbeitern neue Verträge und andere Aufgabengebiete angeboten; drei Beschäftigte hätten diese Möglichkeit nicht wahrgenommen.
Aus den veränderten Strukturen ergeben sich auch neue Geschäftsbereiche und Aufgabengebiete für die beiden Garant Deutschland-Geschäftsführer Jochen F. Obrecht und Klaus H. Schormann. „An den Geschäftsführern wird nicht gerüttelt“, unterstreicht Obrecht auf Nachfrage von schuhkurier. Wohl aber werde er zusätzlich zu den Aufgaben für die Garant-Händler weitere Bereiche übernehmen. Dabei gehe es im weitesten Sinne um übergreifende Dienstleistungen, die den Händlern zentralseitig angeboten werden sollen. Schormann wird nach eigenen Angaben zusätzliche Aufgaben innerhalb der AGI (ANWR Garant International GmbH) übernehmen. Details sollen zeitnah kommuniziert werden.
Die nun vollzogenen Veränderungen habe man bereits in den Auslandsmärkten finalisiert, erläutert Michael Decker weiter. Durch eine effizientere Beratungsleistung könne man deutlich größere Synergien im Sinne der Händler schaffen. Die Garant-Händler können dabei auf Wunsch innerhalb der ANWR Group die Verbundgruppe wechseln – müssen dies aber nicht. Die Umstellung auf ANWR-Warenprogramme komme bei den Unternehmen gut an, so Decker weiter.
Der Standort Düsseldorf bleibt laut ANWR erhalten; allerdings werde von dort aus keine Betreuung der Garant-Händler mehr erfolgen. Die Büros sollen einer anderen Nutzung, etwa durch AGI oder DZB Bank, zugeführt werden.
Alle Marketingaktionen wurden innerhalb der ANWR Group ebenfalls zusammengefasst und werden für die Mitglieder aller Verbundgruppen (ANWR Schuh, Garant, Rexor) zentralseitig organisiert.