Die Zeit sei reif gewesen. Werner M. Dornscheidt, Chef der Messe Düsseldorf, ließ keinen Zweifel daran, dass die Branche eine Veränderung der GDS gewollt habe. „Der gewohnte Termin der GDS war einfach zu spät für die Order. Die Industrie hat uns ein klares Signal gegeben: Ihr müsst etwas verändern.“ Nun sei es nach Monaten intensiver Arbeit gelungen, 900 Brands aus 33 Ländern für die Messe zu gewinnen, die sich erstmals als Auftakt in die Orderrunde F/S 2015 präsentiert. Die Ausstellungsfläche sei im Vergleich zur März-Veranstaltung minimal gewachsen. Damit habe man, so Dornscheidt, „ein schönes Ziel erreicht“ und befinde sich „in gutem Fahrwasser“. Einen Zuwachs verzeichnet man im internationalen Bereich bei den italienischen Anbietern.
GDS soll informieren und begeistern
Nach Überzeugung von GDS Director Kirstin Deutelmoser ist die Schuhmesse nun „deutlich zukunftsorientierter und moderner“. Zugleich verfolge sie den Anspruch, nicht nur Information zu bieten, sondern auch Begeisterung zu wecken. Dafür konnten zahlreiche Aussteller nach den Worten Deutelmosers gewonnen werden, unter anderem Kennel & Schmenger, Replay, Lacoste und Marc O’Polo. Die Marke Naturalizer wird in Düsseldorf zudem die Premiere mit neuer Kollektion feiern. Neben Schuhen spielen auch Accessoires in allen Messe-Bereichen eine wichtige Rolle.
BDSE: „Ein toller Schritt in die richtige Richtung”
Als ideeller Träger der GDS sieht auch der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Saisonauftakt in Düsseldorf. Verbandspräsidentin Brigitte Wischnewski unterstrich: „Jeder Schuhhändler kann sich darüber freuen – es ist ein wirkliches Opening der Saison.“ Statt wie in früheren Saisons „mit zugenähten Taschen“ könne der Handel nun rundum informiert und offen das Angebot sichten. Dies mache die Messe deutlich vielseitiger und interessanter. Für die Händlerin ist die Neukonzeptionierung der GDS „ein toller Schritt in die richtige Richtung“, so Wischnewski.
Fashion Shows und Präsentationen
Zahlreiche Hersteller nutzen während der Messe die Gelegenheit, mit speziellen Aktionen für Aufmerksamkeit zu sorgen. So soll es unter anderem Modenschauen von Ara, Birkenstock, Camel Active und Clarks sowie Highline United geben. Außerdem ist eine Show ‘Made in Spain’ geplant. Beim Taschen- und Schuhhersteller Abro wird eine Lifepräsentation spezielle Flechtungen zeigen, der Kinderschuhhersteller Ricosta zeigt vor Ort, wie Schuhe entstehen.
Als spannendes Zusatzangebot zeigt sich der ‘Hippie Mercado’ auf dem Messegelände, der einerseits als Orderplattform für kleine Labels und außergewöhnliche Produkte fungiert und andererseits als Flohmarkt konzipiert ist.
Tag it mit 370 Ausstellern
Im Rahmen der ‘Tag it’ werden vom 29. Juli bis zum 30. Juli 370 Aussteller aus 24 Ländern ihr Angebot präsentieren. Die Messe, die sich nun als Private Label-Plattform positioniert, umfasst die Hallen 15 (hier der Bereich Sourcing), 16 (internationale Aussteller) und 17 (europäische Anbieter).
Aktionen auch in der Innenstadt
Parallel zur Schuhmesse soll Düsseldorf zur ‘Schuhstadt’ werden. Mehr als 100 Aktionen zum Thema Schuhe und Accessoires sind geplant. „Wir wollen die Menschen in Düsseldorf für das Thema der Messe interessieren“, erklärte Werner M. Dornscheidt. Allein 60 Händler aus der Rhein-Metropole machen dabei mit verschiedensten Ideen mit – von der Rabattaktion über Champagner Bars bis hin zu Schaufenstergestaltungen. Das DSI plant eine Modenschau und eine Kinderfußaktion. Ein überdimensionaler Schuhkarton hält zudem einige Überraschungen bereit.
„Nur mit dem Zusammenspiel aller Kräfte kann der Neuanfang gelingen“, warb Dornscheidt für das neue Konzept. Laut Kirstin Deutelmoser sind Gespräche mit interessierten Unternehmen auch mit Blick auf die übernächste GDS, die im Februar 2015 ihre Pforten öffnen wird, geplant. „Es gibt noch Luft nach oben. Ich gehe stark davon aus, dass sie weiter wachsen wird.“
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