Der Brutto-Umsatz von Schuh Mücke ist 2018 auf knapp 119 Mio. Euro gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 6,5% gegenüber dem Vorjahr. „Es war für Schuh Mücke in mehrerlei Hinsicht ein anspruchsvolles Geschäftsjahr. Nach wie vor ist Schuh Mücke überzeugt von einer zeitgemäßen Shopping-Atmosphäre mit einer Kombination der Warengruppen Schuhe, Textil und Accessoires. Dennoch konnte sich Schuh Mücke dem allgemeinen Branchentrend nicht entziehen“, berichtete ANWR-Finanzvorstand Frank Schuffelen, der im Übrigen mit Ablauf des letzten Geschäftsjahres von der Geschäftsführung der Schuh-Mücke-Gruppe abberufen wurde. Der Rohertrag lag mit 40 Mio. Euro um 4,6 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die Rohertragsquote betrug 41,2% nach 42,9% im Vorjahr. Frank Schuffelen: „Das Ergebnis aus betrieblicher Tätigkeit (EBITDA) lag mit knapp 4 Mio. Euro deutlich unter dem Wert
des Vorjahres. Der Rückgang im Rohertrag schlug demzufolge vollständig auf das Ergebnis durch.“ Im Vorjahr lag das EBITDA noch bei 8,8 Mio. Euro.
Gründe für das Umsatzminus
Nach Angaben des Finanzvorstands haben neben der schwachen Branchenentwicklung zusätzlich Sonderkosten das Ergebnis von Schuh Mücke belastet. Zu nennen sei hier unter anderem die Modernisierung der IT-Infrastruktur und im Speziellen die Ablösung des bestehenden Warenwirtschaftssystems. Diese Maßnahme sei Voraussetzung für schlanke und effiziente Prozesse. Sie erlaube darüber hinaus die Anbindung weiterer Systeme, die eine effektive Warensteuerung und die Omnichannelfähigkeit ermöglichten. „Verstehen Sie bitte diese Gründe nicht als Ausrede für das Ergebnis, mit dem wir nicht zufrieden sind. Sie sind vielmehr Teil einer transparenten Ergebnisanalyse“, erklärte Frank Schuffelen in Hamburg. Per 31. Mai 2019 liegt das Unternehmen mit +1% über dem Vorjahr. Nach jetziger Einschätzung geht Schuh Mücke von einer ordentlichen, aber dennoch anspruchsvollen Frühjahr/Sommer-Saison aus.