„Bemerkenswert ist vor allem der Anstieg der Einkommenserwartung auf einen neuen Höchstwert seit der Wiedervereinigung“, schreiben die Experten der GfK. Der Indikator legt im Juli mit einem Plus von 7,5 Punkten deutlich zu und klettert damit auf 54,7 Punkte. Seit 1991, als mit der Erhebung der Stimmung in Gesamtdeutschland begonnen wurde, ist kein besserer Wert gemessen worden. Die stabile Arbeitsmarktlage sei die Grundlage für spürbare Einkommenszuwächse, die angesichts einer niedrigen Inflation auch real zu Buche schlage.
Dagegen haben sich die übrigen Indikatoren in diesem Monat nur leicht verändert. Auch der WM-Sieg der Deutschen in Brasilien zeigt laut GfK offenbar keine Wirkung. Damit scheine sich die im Vorfeld geäußerte Vermutung zu bestätigen, wonach die große Euphorie im Land durch den WM-Titel kaum Effekte auf die Konsumstimmung haben wird, da deren Niveau ohnehin bereits überaus hoch ist, heißt es in der Konsumklimastudie.
Der Gesamtindikator für das Konsumklima prognostiziert für August 2014 einen Wert von 9,0 Punkten nach 8,9 Zählern im Juli. Dies ist der höchste Wert seit Dezember 2006, als 9,1 Punkte zu Buche standen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung des Konsumklimas hält GfK an ihrer zu Jahresbeginn gemachte Prognose fest, wonach der reale private Konsum in diesem Jahr um 1,5 Prozent zulegen wird. Die Binnenkonjunktur – hier speziell die privaten Konsumausgaben – ist auf Kurs und wird in diesem Jahr eine wesentliche Stütze der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland sein.