Die weltweite Welle an Unternehmensinsolvenzen setzt sich 2026 fort. Nach Angaben von Allianz Trade steigt der globale Insolvenzindex in diesem Jahr um 5 % und wächst 2027 um ein weiteres Prozent. Die weltweite Trendwende verschiebt sich damit auf 2028, für das ein leichter Rückgang von 1 % prognostiziert wird. Haupttreiber sind Nordamerika und der asiatisch-pazifische Raum.
In Deutschland fällt der Anstieg mit voraussichtlich 8 % stärker aus als zunächst erwartet. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erhöht sich auf 25.900 Fälle – den höchsten Stand seit 13 Jahren. Besonders betroffen sind Transport und Logistik, das Baugewerbe, das Gastgewerbe und der Automobil und Maschinenbau. Für 2027 rechnet Allianz Trade mit einer Stagnation auf diesem hohen Niveau, bevor 2028 ein Rückgang um 5 % auf 24.600 Fälle einsetzen könnte. Als Ursachen gelten ein schwaches BIP-Wachstum, hohe Energie- und Finanzierungskosten sowie der Fachkräftemangel.
Die Entwicklung gefährdet weltweit in den Jahren 2026 und 2027 jährlich rund 2,7 Mio. Arbeitsplätze. Auf Europa entfallen 1,6 Mio. dieser gefährdeten Stellen, wobei Frankreich (268.000), Deutschland (239.000) und das Vereinigte Königreich (213.000) an der Spitze stehen.