Der singapurische Staatsfonds Temasek sowie True Light Capital steigen demnach als Minderheitsinvestoren ein. Der bisherige Mehrheitseigner Permira, der rund 80 % an Golden Goose gehalten hatte, zieht sich nach dem 2024 kurzfristig abgesagten Börsengang weitgehend zurück, bleibt aber mit einer Minderheitsbeteiligung engagiert. Auch weitere bestehende Aktionäre, darunter Carlyle, sollen Anteile behalten. Zudem reinvestiert das Management.
An der operativen Führung ändert sich nichts: CEO Silvio Campara bleibt Vorstandsvorsitzender. Als neuer nicht-exekutiver Verwaltungsratspräsident ist Marco Bizzarri vorgesehen, früher CEO von Gucci. Er soll die nächste Phase der internationalen Expansion begleiten.
Finanzielle Details der Transaktion wurden offiziell nicht genannt; Marktquellen bewerten die Vereinbarung laut Berichten mit rund 2,5 Mrd. Euro. Der Abschluss wird bis zum kommenden Sommer erwartet.
Golden Goose verweist auf anhaltendes Wachstum: In den ersten neun Monaten des Jahres soll der Umsatz um 13 % auf 517,1 Mio. Euro gestiegen sein, getragen vor allem vom Direct-to-Consumer-Geschäft. Für 2024 wird ein Umsatz von 655 Mio. Euro genannt; 2020, als Permira eingestiegen war, waren es demnach 266 Mio. Euro. Langfristig bleibt ein Börsengang laut Management eine Option.