Zu diesen Zielen zählt nach Unternehmensangaben unter anderem, dass Gore Fabrics in seinen Outdoor-Produkten künftig ökologisch bedenkliche PFCs beseitigen will. Damit soll der ökologische Fußabdruck der Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus weiter reduziert werden.
Der Verzicht auf bedenkliche PFCs soll in zwei Stufen erfolgen:
* Bis Ende 2020 will Gore ökologisch bedenkliche PFCs in den Vorprodukten (Laminate) ersetzen, die rund 85% der daraus gefertigten Outdoor-Produkte entsprechen. Dazu gehören Jacken, Schuhe, Handschuhe und Accessoires.
* Bis Ende 2023 will Gore ökologisch bedenkliche PFCs aus sämtlichen Vorprodukten für Outdoor-Kleidung ersetzen und gleichzeitig sicherstellen, dass die spezifischen Anforderungen für die jeweiligen Anwendungsbereiche weiterhin erfüllt werden.
Christian Langer, Geschäftsbereichsleitung Gore Fabrics: „Gore arbeitet kontinuierlich daran, Outdoor-Produkte mit einer optimalen Kombination aus hoher technischer Leistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit zu bieten. Mit unserem ehrgeizigen Ziel, in all unseren Laminaten für Outdoor- Bekleidung auf ökologisch bedenkliche PFCs zu verzichten, unterstreichen wir unser jahrzehntelanges Engagement, den ökologischen Fußabdruck unserer Produkte stetig zu verbessern. Gemeinsam mit unseren Lieferanten wollen wir ein ambitioniertes Innovationsprogramm umsetzen, das die Entwicklung von Imprägnierungen und Membranen umfasst.“
Gore Fabrics verfolgt nach eigenen Angaben parallel mehrere technologische Entwicklungspfade, darunter die Entwicklung fluorierter und nicht fluorierter Lösungen. Die ersten Produkte mit einer PFC-freien Imprägnierung sollen in der Herbst/Winter-Saison 2018 im Einzelhandel verfügbar sein.
Nach einer laut Gore „intensiven und auf wissenschaftlichen Fakten beruhenden“ Diskussion mit Greenpeace sei eine gemeinsame Definition ökologisch bedenklicher PFCs gefunden worden. Bernhard Kiehl, Leiter des Nachhaltigkeitsprogramms von Gore Fabrics: „Durch die eindeutige Definition ökologisch bedenklicher PFCs wird deutlich, dass PTFE nicht zu dieser Klasse gehört. Damit verfügt die Outdoor-Industrie über einen klaren Rahmen, der Gore Fabrics und seinen Kunden neue, umweltfreundliche Optionen für Produktinnovationen eröffnet.“
Auf Basis eines breiten wissenschaftlichen Konsenses gelte das von Gore für die Membranen verwendete Polymer PTFE, sofern es ohne ökologisch bedenkliche PFCs hergestellt ist, als umweltfreundlich. Greenpeace befürwortet diese Sichtweise. PTFE gilt als inert und wasserunlöslich. Es zersetzt sich nicht und kann deshalb auch nicht zu einer Quelle für ökologisch bedenkliche PFCs werden. Chiara Campione, Detox Outdoor Corporate Lead, Greenpeace Italien: „Greenpeace begrüßt diesen Schritt als echte Weichenstellung für die Outdoor-Industrie. Angesichts der bedeutenden Rolle von Gore Fabrics in der Wertschöpfungskette wird die von Gore vorangetriebene Innovation das Spektrum von Outdoor-Materialien, die keine schädlichen PFCs enthalten, erheblich erweitern. Dies schließt die Verwendung von PTFE Membranen mit reduzierter Umweltbelastung ein.“
Die Ziele von Gore zusammengefasst:
Derzeit sind fast 90% der Laminate für Outdoor-Kleidung gemäß dem Öko-Tex-Standard 100 zertifiziert. Bis 2020 sollen alle zertifiziert werden.
Aktuell ist 70% des Laminatvolumens für Outdoor-Bekleidung von bluesign® anerkannt. Bis zum Jahr 2020 sollen es 85% sein.