Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich laut EHI-Studie eine Kostensenkung von knapp 2%, im Bereich Food sind es 1,7% und im Bereich Nonfood 1,6%. Für die kommenden beiden Jahre rechnen die Händler sogar wieder mit einem leichten Anstieg der Kosten aufgrund der zukünftig weiter steigenden staatlichen Abgaben und Netznutzungsentgelte. Das Potenzial, diese durch Energieeinsparungen zu kompensieren, sinkt.
Effiziente Technik und Transparenz als Kostensenker
Die Kostensenkung von im Schnitt 2% (Vorjahr 6%) ist vor allem auf deutliche Energieeinsparungen von 4,8% im Food-Handel und 5,8% im Nonfood-Handel zurückzuführen. Besonders ausschlaggebend für diese Entwicklung sind nach wie vor die Umstellung konventioneller Beleuchtungssysteme auf LED-Technik, der Einsatz energieeffizienterer Kältetechnik, sowie eine optimierte Gebäudetechnik, welche insbesondere die Regelung von Klima-, Lüftungs- und Heizungsanlagen beinhaltet. Ein aktives Energiemanagement, das über Monitoring-Systeme Schwachstellen beim Verbrauch transparent macht, bildet bei Filialunternehmen zunehmend die Grundlage zur Einleitung solcher Maßnahmen.
Hohe Investitionen
Über die Hälfte der umsatzstärksten Handelsfilialisten haben innerhalb der letzten 5 Jahre mehr als 25 Mio. Euro in Energieeffizienzmaßnahmen investiert, im Vorjahr hatte nur ein Drittel der Handelsketten mit einem Nettojahresumsatz von mehr als 2,5 Mrd. Euro so viel investiert. Eine ähnliche Entwicklung ist in der Umsatzklasse zwischen 501 Mio. und 2,5 Mrd. Euro zu beobachten, heißt es in der Studie. Hier geben 50% der Händler an, in den vergangenen 5 Jahren mehr als 5 Mio. Euro investiert zu haben. Im Vorjahr lag dieser Anteil ebenfalls nur bei etwas mehr als einem Drittel. Mögliche Erklärung für den sprunghaften Anstieg in den Umsatzklassen ab 501 Mio. Euro könnten der finanzielle Aufwand für Energieaudits, der Aufbau von Energiemanagementsystemen sowie die daraus unmittelbar resultierenden Maßnahmen sein. Die Gruppe der Unternehmen mit einem Nettojahresumsatz von bis zu 500 Mio. Euro, von denen jedoch der Großteil ebenfalls der Auditpflicht unterliegt, bleibt in ihrem Investitionsverhalten weitgehend stabil.
Im Food-Handel entfällt mit 41% der größte Anteil der Energieeffizienz-Investitionen auf die Kältetechnik, während im Nonfood-Handel 52% der Investitionen auf Beleuchtungstechnik entfallen.