„Das HDE-Konsumbarometer zeigt, dass sich die Stimmung der Verbraucher im Vergleich zum Vormonat verschlechtert hat. Und auch im Vorjahresvergleich schneidet der Januar 2019 nicht gut ab“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das Konsumbarometer liegt bereits seit dem zweiten Quartal 2018 jeweils unter dem Niveau des Vorjahres. Deshalb forert der HDE überzeugende und rasche Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher. „Die Binnenkonjunktur braucht positive Impulse. Gerade kleine und mittlere Einkommen sollten deutlich entlastet werden“, so Genth.
Als Zeichen der Verlässlichkeit von Politik sei es außerdem wichtig, den Solidaritätszuschlag – so wie ursprünglich zugesagt – zu streichen oder zumindest abzubauen. Neben der Verbraucherstimmung habe sich auch die Stimmung der Unternehmen abgekühlt, und die Konjunkturprognosen sinken. Während die zurückgehenden Erwartungen in den letzten beiden Monaten laut Verband noch von einer steigenden bzw. stabilen Anschaffungsneigung vor dem Weihnachtsfest kompensiert wurden, sei dies zu Anfang des Jahres 2019 nicht mehr zu erwarten.
Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland werde weiterhin von einigen geopolitischen Risiken geprägt. Dabei stünden die Handelskonflikte mit den USA im Mittelpunkt. Aber auch von der immer noch nicht abschließend geklärten Umsetzung des Brexit zeichnen sich nach Ansicht des HDE weitere Unsicherheiten ab.