Die Lobby-Organisation Die Familienunternehmer, der laut eigener Aussage rund 6.500 Familienunternehmer aus ganz Deutschland angehören, erklärte zuletzt, sich inhaltlich mit den Inhalten der AfD auseinandersetzen zu wollen und mit AfD-Fachpolitikern auf bundespolitischer Ebene ins Gespräch zu kommen. Daraufhin reagierten unter anderem die Mitgliedsunternehmen Rossmann und Vorwerk und kündigten an, den Verband verlassen zu wollen. Andere Mitglieder wie Melitta hätten sich überrascht gezeigt und würden einen Rücktritt erwägen.
Viele weitere Unternehmen sowie Unternehmerinnen und Unternehmer äußerten daraufhin ihren Standpunkt zur Brandmauer-Diskussion über den Umgang mit der AfD. Ernst Läuger, Präsident des Handelsverbands Bayern (HBE), erklärte derweil, dass ein Dialog mit der AfD für den Handel in Bayern keine Option sei: „Der Handelsverband Bayern sucht grundsätzlich den Austausch und Dialog mit der Politik. Die AfD ist jedoch kein Gesprächspartner für uns, da diese für Intoleranz und Ausgrenzung steht. Mit Vertretern einer Partei, die gezielt Desinformation und Hass verbreitet, die die Meinungsvielfalt angreift und die Menschenwürde missachtet, werden wir uns nicht an einen Tisch setzen.“ Der HBE lehne rassistische und rechtsextreme Positionen kategorisch ab und wolle rechtspopulistischen Parteien keine Bühne geben. Politiker der AfD würden national-völkische Propaganda verbreiten, den Nationalsozialismus verharmlosen und hätten die Abschaffung der freiheitlich-demokratischen Grundordnung als Ziel.