Das Erfolgsgeheimnis in der Logistik ist eine effiziente Etikettierung. Denn das Etikettieren der Ware soll Schuhhändlern helfen, die Ware als Ganzes zu erfassen und sie besser lokalisieren zu können, erklärte Harald Krug, Logistikchef der ANWR Group, auf dem ANWR-Zukunftsforum in Mainhausen. Für die Händler bedeute das mehr Effizienz und Flexibilität. Schließlich werde den Mitarbeitern der Arbeitsalltag erleichtert und sie könnten sich auf das Wesentliche ihrer Arbeit konzentrieren – das Verkaufen. Allerdings kam Harald Krug in seinem Vortrag zu dem Schluss, dass viele Händler den kostengünstigen Weg der standartisierten Etikettierung nicht nutzen. Stattdessen würden sie individuell auszeichnen. Das ist nach Ansicht von Harald Krug mit einer effizienten Logistik nicht vereinbar. Daher stelle das Thema ’Etikettierung‘ im Handel auch in Zukunft eine Herausforderung dar.
Um für die Zukunft gut gerüstet zu sein, empfahl der Logistikchef der ANWR Group die Einführung eines Zentrallagerprozesses mit Unterscheidung zwischen Erst- und Nachversorgung. Durch eine bewusste und regelmäßige Überprüfung der Warenallokation und der Warenbestellung würde den Händlern mehr Zeit für das Wesentliche gegeben werden. Hier könne die Prozessstandardisierung bei der Auszeichnung gute Dienste leisten.
Im zweiten Teil seines Vortrags widmete sich Harald Krug den Retouren. Wichtigstes Kriterium zur Retourenvermeidung sei laut Krug eine gute Artikelbeschreibung. Aber auch die Versandpackung sieht der Logistikchef der ANWR als wichtig an. Diese sollte nämlich für die Retoure geeignet sein. Dass die Retourenqualität hoch ist, davon ist Krug überzeugt. Denn aus eigener Erfahrung habe er festgestellt, dass mehr als 95% der retournierten Ware als A-Ware verwendet werde.
Für die Zukunft empfahl Harald Krug, Prozesse zu optimieren, effizienter zu werden und damit profitabel zu bleiben. Das gehe nur über Standardisierung von Logistik-Prozessen.