Angemessen sei eine Frist bis zum Jahr 2022. Eine kurzfristigere Einführung würde erhebliche Investitionen in die Fahrzeugflotten des Handels sowie der zuliefernden Logistikunternehmen erfordern, heißt es vom Handelsverband Deutschland.
In Städten mit zu viel Stickoxiden in der Luft sollen laut dem Umweltministerium künftig nur noch saubere Autos mit blauer Plakette fahren dürfen, die einen bestimmten Grenzwert für den Ausstoß von Stickoxiden nicht überschreiten. Laut Expertenmeinung wären nach derzeitiger Lage allein13 Millionen PKW davon betroffen. Eine Nachrüstung wie für die Umweltplakette ist nach derzeitigem Stand nur mit erheblichem Kostenaufwand möglich. Das trifft auch Fahrzeughalter von neuen Euro 5 Dieselmodellen, die noch bis zum Sommer 2015 als Neuwagen verkauft wurden.
„Die kurzfristige Einführung der Plakette wäre ein massiver Eingriff in den Wettbewerb der Handelsstandorte und würde die Innenstädte benachteiligen“, so Genth weiter. Anstatt den Autoverkehr einzuschränken solle die Politik lieber andere Verkehrsmittel fördern. So sei vielerorts beim öffentlichen Nahverkehr, dem innerstädtischen Radverkehr und dem Ausbau der Elektromobilität noch viel Luft nach oben.