Für die repräsentative Untersuchung wurden im Mai und Juni 2026 mehr als 5.000 Bundesbürger befragt. 83,3 % geben an, ihre Innenstadt künftig mindestens genauso häufig besuchen zu wollen wie bisher – der höchste Wert seit sechs Jahren.
„Deutschlands Innenstädte gewinnen wieder an Bindung. Alles spricht dafür, dass die vielen Initiativen sowie Investitionen und Entwicklungsprogramme der vergangenen Jahre zunehmend positive Wirkung entfalten“, sagt Studienautor und CIMA-Geschäftsführer Roland Wölfel. Entscheidend sei ein ausgewogener Mix aus Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlichen Einrichtungen.
Der Einzelhandel bleibt dabei der wichtigste Besuchsgrund: Knapp zwei Drittel der Befragten kommen zum Einkaufen in die Innenstadt. 46 % nennen das Bummeln, 45 % die Gastronomie als Anlass.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht darin eine enge Verbindung zwischen Einzelhandel und Innenstadtentwicklung. „Wer den Einzelhandel vor Ort nicht hegt und pflegt, der wird mit seiner Innenstadt scheitern“, sagt HDE-Präsident Alexander von Preen. Er fordert unter anderem ein konsequenteres Vorgehen gegen Leerstände und eine Gründungsoffensive mit entsprechenden Fördermitteln. „Wir müssen dieses Niveau nicht nur halten, sondern weiter besser werden.“
Auch die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (Bcsd) betont die Bedeutung einer stärkeren Zusammenarbeit vor Ort. „Für dauerhaften Erfolg braucht es ein strategisches Gesamtkonzept, das Handel, Gastronomie und Erlebnisangebote miteinander verzahnt“, sagt Bcsd-Bundesvorsitzende Karmen Strahonja. Ziel müsse insbesondere eine höhere Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum sein.