„Der Ausbruch eines Krieges wird wohl kaum positive Auswirkungen auf die Stimmung der Verbraucher haben. Die Verunsicherung durch die internationalen Krisen und Konflikte steigt immer weiter. Das ist Gift für den Konsum“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.
Direkte Auswirkungen auf die Lieferketten des Einzelhandels sieht der Verband derzeit jedoch kaum. „Aktuell sind die globalen Lieferketten des Einzelhandels nicht direkt betroffen. Ausnahmen können hier allenfalls Luftfrachtverkehre sein, die über das Drehkreuz in den Golfstaaten geleitet werden und nun neue Flugrouten nutzen müssen“, so Genth.
Bereits seit den Angriffen der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jahr 2023 haben große Reedereien ihre Routen angepasst und fahren verstärkt um die Südspitze Afrikas. Daher erwartet der HDE derzeit nur begrenzte Auswirkungen auf den internationalen Seehandel. Unklar bleibe allerdings, inwieweit sich die Huthi-Rebellen im Jemen stärker in den Konflikt einbringen und den Schiffsverkehr in der Region beeinträchtigen könnten.
Da ein erheblicher Teil der weltweiten Öl- und Gaslieferungen aus der Region stammt, könnten steigende Energiepreise mittelfristig die Kosten für Diesel und Gas erhöhen und damit auch die Kalkulation der Logistikpreise beeinflussen, so die Einschätzung des Verbands.