Die Gruppen treffen sich bis Februar 2026 neun Mal, um gemeinsam Antworten auf die bisher noch ungelösten Probleme der Schuh-Kreislauffähigkeit zu finden, sagt Gummersbach: „Die Schuhhersteller begrüßen die Idee grundsätzlich, doch es gibt eine gemeinsame Unsicherheit: Wie lässt sich die Herausforderung meistern, dass Schuhe mit ihren unterschiedlichen Komponenten tatsächlich recyclingfähig sind.“ Wissenschaftliche Unterstützung erhält das Projekt außerdem von der Technischen Hochschule Augsburg, die durch ihr Recycling-Atelier fundierte Erfahrungen in Kreislaufwirtschaftslösungen, insbesondere im Textilsektor, gesammelt hat. Gummersbach erhofft sich viel von dem Austausch: „Wir sind zuversichtlich, dass wir von diesem Wissen profitieren können, um herauszufinden, welche Ansätze sich auf die Schuhbranche übertragen lassen und welche nicht.“ Auch die Unternehmen, die bereits eigene Kreislaufwirtschafts-Projekte gestartet haben, sind eingeladen, um ihre Erfahrungen einzubringen. „Nur durch gemeinschaftliches Arbeiten können wir Branchenlösungen entwickeln, die uns der Etablierung einer Kreislaufwirtschaft näherbringen.“
Es gibt eine Roadmap für die kommenden Monate, wann welche Meetings geführt werden. Zu detailliert ist diese jedoch bewusst nicht, resümiert Gummersbach: „Wir haben die Ziele bewusst sehr offen gelassen, weil wir uns auf die Branche und die Impulse aus den Gruppen einlassen wollen und die Arbeit nicht im Vorfeld mit zu vielen Vorgaben limitieren möchten. Aber natürlich wollen wir am Ende Ergebnisse haben und wenn wir am Ende aus einigen Gruppen praxisnahe Lösungen für Teile der Branche konzipieren können, dann ist das schon ein großer Erfolg.“