Die drei Gesellschaften erholen sich. Auf die Dividenden, die an die Genossenschaft ausgezahlt werden, wird sich das jedoch erst nächstes Jahr auswirken. Da die Dividendenausschüttung der Gesellschaften an die SABU Schuh-Verbund eG erst im Jahr darauf erfolgt, muss diese 2022 noch mit einem niedrigerem Gewinn abschließen als 2021. „Konkret bedeutet dies, dass es sich hier um die bilanziellen Ergebnisse der Beteiligungsgesellschaften aus dem Wirtschaftsjahr 2021 handelt, die der SABU eG im Jahr 2022 zufließen und über die ich heute im Jahr 2023 berichte“, fasst es Vorstandssprecher Ulrich Rau pointiert zusammen. Aufgrund fehlender Überschüsse bzw. Ausschüttungsbeschränkungen 2021 erhielt der SABU Schuh-Verbund 2022 lediglich Dividenden von Unitex in Höhe von 338.685,50 Euro, wodurch der Bilanzgewinn 1,26 Mio. Euro betrug, 115.000 Euro weniger als im Vorjahr. 2023 wird es hingegen Beteiligungserträge in Höhe von 1,541 Mio. Euro geben: 1,166 Mio. von Unitex, 150.000 vom SABU und 225.000 von der RSB-Bank. Der Verwendungsvorschlag des Vorstandes für den Gewinn 2022 sieht eine Dividende von 5% vor, also 460.000 Euro, die Zuführung zu den gesetzlichen Rücklagen von 130.000 Euro, die Zuführung zu anderen Rücklagen von 130.000 Euro und den Vortrag auf die neue Rechnung von 440.000 Euro.
Während die Arbeit der Gesellschaften einen positiven Ausblick erlaubt, ist die Konsumstimmung der kommenden Jahre unklar. 46% der Deutschen sorgten sich um ihre finanzielle Situation, 54% schränkten ihre nicht-essenziellen Ausgaben ein, 44% ihre Ausgaben für Kleidung. Das HDE-Konsumbarometer mache hingegen Mut für die weitere Entwicklung der Kauflaune. Nach dem Allzeittief im Oktober 2022 stieg sie kontinuierlich an. Auch die vielen Insolvenzen großer Schuh- und Modehäuser seien Zeichen eines Strukturwandels mit unklarem Ausgang. Effekte, die den SABU-Händlerinnen und Händlern zum Vorteil reichen könnten, sind der Rückgang des Marktanteils des Online-Handels sowie ein Effekt, den das Ifo-Institut beobachtet hat und den Rau wie folgt beschreibt: „Weniger Konsum im Zentrum, mehr Konsum in Wohngebieten, dieses Phänomen wird ’Donut-Effekt‘ genannt. Das und das weiterhin steigende Bedürfnis nach Nachhaltigkeit bieten Anlass zur Hoffnung.“ Die meisten SABU-Mitglieder hätten ihre Standorte in außerhalb liegenden Lagen. Wie sich diese Entwicklungen auf die wirtschaftliche Situation ausgewirkt haben werden, wird erst nächstes Jahr analysiert werden können. Dann findet die SABU-Generalversammlung vom 7. bis 9. Juni in Rostock statt.