Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete die H&M-Gruppe ein leichtes Umsatzwachstum von 1 % in lokalen Währungen. Währungs- und Verkaufseinbußen ließen den Nettoumsatz dennoch um 2 % auf 112 Mrd. Schwedische Kronen (9,52 Mrd. Euro) sinken. Der Gewinn nach Steuern lag bei 4,5 Mrd. SEK (382,5 Mio. Euro) – rund 28 % unter dem Vorjahreswert. Belastend wirkten höhere Einkaufspreise infolge eines stärkeren US-Dollars und gestiegene Frachtkosten sowie Investitionen in das Kundenangebot, was die Bruttomarge auf 52,3 % drückte.
Im ersten Halbjahr 2025 verzeichnete H&M einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von 12,7 Mrd. SEK (1,15 Mrd. Euro) – deutlich weniger als im Vorjahr mit 16,6 Mrd. SEK (1,48 Mrd. Euro). Der Rückgang resultierte vor allem aus einem niedrigeren operativen Gewinn, gestiegenem Umlaufvermögen und höheren Steuerzahlungen.
Dennoch zeigt sich das Unternehmen robust: Zum 31. Mai verfügt der Konzern über eine Liquiditätsreserve von 35,8 Mrd. SEK (3,11 Mrd. Euro). Der Warenbestand blieb trotz Preisanstiegen nahezu stabil, und die neue digitale Plattform wurde in allen Märkten erfolgreich eingeführt. Besonders positiv entwickelten sich die Marken COS, Weekday und H&M Move mit überdurchschnittlichem Wachstum. Auch im Bereich Nachhaltigkeit punktet H&M – unter anderem durch die Auszeichnung als klimaführendes Unternehmen durch die NGO Stand.earth.
Für das zweite Halbjahr plant der Konzern unter anderem den Markteintritt in Brasilien und weitere Expansionen in Lateinamerika. Weitere Neueröffnungen sind in El Salvador und Venezuela geplant; Paraguay soll 2026 folgen. Ein genehmigtes Aktienrückkaufprogramm über 175 Mio. SEK (14,88 Mio. Euro) soll zudem die Kapitalstruktur verbessern. CEO Daniel Ervér betont die klare strategische Ausrichtung: Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit stehen weiter im Fokus.