Wie bewerten Sie das Kinderschuhsegment?
Wir haben ein gutes Kinderschuhangebot. Nicht alle Häuser führen Kinderschuhe; gerade in Gegenden, in denen wenig Kinderschuhe angeboten werden, ergibt es für uns Sinn, dieses Segment kompetent anzubieten. Wir würden ohne Kinderschuhe sehr viel schlechter dastehen. Es gibt Tage, an denen gerade das Kinderschuhgeschäft entscheidend zu den Umsätzen beiträgt.
Wo sehen Sie für Klauser die größten Risiken?
Im Schuhhandel hat eine enorme Konsolidierung stattgefunden. Ich hoffe, dass die Industrie, wie sie jetzt besteht, ebenfalls gut durch diese Zeit kommt und es keine starken Verwerfungen gibt, die wiederum auf den Handel zurückfallen können. Es wäre gut, wenn das uns und der Branche erspart bliebe. Risiken gibt es auch durch exogene Schocks – die derzeitigen internationalen Krisen sind nicht hilfreich. Aber das eine große Risiko sehe ich nicht. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, vor allem mit Blick auf die Kosten. Und natürlich: Gutes Wetter hilft.
Aktuell gibt es für Klauser keine ZR-Regulierung. Bleibt es dabei?
Wir sprechen kontinuierlich mit Zentralregulierern, um zu schauen, welches Modell uns und unseren Lieferanten Vorteile bringen könnte.
Wie viel Freude haben die Klauser-Investoren an der Entwicklung des Unternehmens?
Es ist immer die Frage, welche Art von Investor man hat. Wir haben eine familiäre Struktur im Hintergrund. Es wird nicht von Quartal zu Quartal oder von Bericht zu Bericht geschaut. Natürlich sind wir zum Erfolg verpflichtet. Aber unsere Investoren honorieren es, dass es ein Konzept gibt und das Unternehmen motiviert daran arbeitet. Geduld ist bei niemandem unendlich, das ist klar. Jeder kann sich vorstellen, dass Klauser in den zurückliegenden Jahren durch wirtschaftlich anspruchsvolle Zeiten gegangen ist. Das Unternehmen musste seinen Weg finden. Wir haben aber eine Richtung eingeschlagen, die unsere Gesellschafter unterstützen. Und sie begleiten ihn mit ruhiger Hand.
Was wünschen Sie sich für die kommenden Monate?
Ein weiteres Interview, in dem ich über erste Erfolge berichten kann. Ich glaube an das Unternehmen Klauser und daran, dass wir viel erreichen werden.