Laut der IFH-Schwerpunktstudie 2016 konnten vier von zehn Befragten als „digitale Talente“ unter den bestehenden Mitarbeitern identifiziert werden. Rund 29% der Handlungsführungskräfte setzen auf den Austausch mit anderen Abteilungen (IT oder E-Commerce) innerhalb des eigenen Unternehmens.
Ferner zeigen die Studienergebnisse, dass jeder dritte Befragte digitale Spezialisten rekrutiert, um den Know-how-Ausbau in seiner Abteilung voranzutreiben, und jede vierte Führungskraft mit externen IT-Dienstleistern oder auch Start-ups zusammenarbeitet. Doch an diesem Punkt warnen die Experten des Marktforschungsinstituts. Denn vor allem Unternehmen mit einem niedrigen digitalen Reifegrad, d. h. die Unternehmen die noch die längste Strecke zurücklegen müssen, setzen eher auf den langsamen Weg der internen Maßnahmen. Somit gehe die Schere zwischen den Vorreitern und den Nachzüglern immer weiter auf.
Digitales Know-how ist nicht alles – Mitarbeiter sollen Veränderungen furchtlos begegnen
Ganz im Sinne der internen Weiterbildung ist laut IFH-Studie reines digitales Know-how aus Sicht der Befragten nicht die entscheidende Kompetenz für Handelspersonal im digitalen Zeitalter: Neun von zehn Führungskräften ist es wichtig, dass Mitarbeiter lernbereit sind. Darüber hinaus sollten Mitarbeiter „über den Tellerrand blicken“ können, den Willen zu Veränderungen zeigen, Gegebenes hinterfragen und stets den Kunden in den Mittelpunkt ihres Handelns stellen.