Ikea hat nach eigenen Angaben 80 Mio. Euro in die neue Filiale investiert. Der Bau des Möbelmarktes war zunächst umstritten, wurde aber in einem Bürgerentscheid mit einer Mehrheit von rund 77% der Stimmen gebilligt. Wegen der Innenstadt-Lage erwartet Ikea anders als in anderen Märkten, dass rund die Hälfte der Kunden zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr anreist. Ikea hat sich mit einem neuen Konzept an die Lage angepasst und bietet die taggleiche Lieferung der Waren ebenso an wie Lastentaxen, Fahrradkuriere, Car-Sharing und Leihfahrräder und -anhänger.
Die Neueröffnung in Hamburg ist Teil der Ikea-Strategie, vor allem in Ballungsgebieten näher an die Kunden heranzurücken. In diesem Zusammenhang strebt Ikea eine Veränderung der Regelung zu Neuansiedlungen an. So streitet das Unternehmen etwa mit Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, weil deren Landesplanung den Einzelhandel der Innenstädte schützt. Der Möbelgigant versucht seit mehreren Jahren, über die EU Druck auszuüben. „Wir begrüßen es, dass die EU-Kommission die Sache prüft. Denn wir sind nicht sicher, dass diese Einschränkungen europäischem Recht entsprechen“, so der internationale Ikea-Chef Mikael Ohlsson.