Mit Schuhen, Mode, Accessoires und Deko-Artikeln kann es im Kinderschuhladen in Potsdam wuselig werden. Trotzdem wirkt alles wie aus einem Guss. (Foto: Kinderschuhladen)
Mit dem Webesitenrelaunch kam die Möglichkeit zurück, Termine zu buchen, um sich in Ruhe beraten zu lassen. Nach der Pandemie hätten viele Eltern diese Möglichkeit vermisst. Gerade für Schuhanfänger oder Kinder, die Schuhe kaufen einfach nur blöd finden, sei das Angebot attraktiv. Am Samstag wurde eine Zusatzzeit nur für Termine eingerichtet. Ansonsten sind Termine täglich bis 14 Uhr möglich. Danach ist der Laden sowieso immer voll. Heimann will mit diesem Service nicht nur den Eltern entgegenkommen, sondern auch den Arbeitsalltag im Laden optimieren. Denn sie hat beobachtet: „Die Leute kommen mittlerweile später am Tag. Das ist auch im Gespräch mit Kollegen aufgefallen. Wir wollen mit den Terminen die früheren Zeiten etwas attraktiver machen, damit sich die Kundenströme besser verteilen. Aber es ist ein Ausprobieren.“ Neben dem Verkauf bewirbt Heimann außerdem Services wie die Laufanfängerberatung oder einen Check, ob es Sinn macht, die Schuhe der größeren Geschwister an die kleinen weiterzugeben. Generell habe sie in den letzten Jahren, die von vielen Herausforderungen geprägt waren, gelernt, immer nach konstruktiven Lösungen zu suchen: „Wir haben alle lange so vor uns hingearbeitet. Aber durch die Pandemie habe ich gemerkt, wie viel man eigentlich schaffen und wie gut man sich anpassen kann. Das habe ich als Antrieb genommen, mehr zu machen, noch mehr zuzuhören, was die Kunden uns sagen, und zu versuchen, darauf zu reagieren.“ Auch die gestiegenen Kosten im Einkauf sind eine Tatsache, an die sie sich anpassen musste: „Die Preise der Hersteller sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und ich verstehe, dass die Herstellung auch teurer wird. Ich bin dadurch aber auch deutlich weniger kompromissbereit und sortiere eine Marke schneller aus, wenn es Probleme mit der Qualität gibt.“