Florian Starmann ist Geschäftsführender Gesellschafter der Isa Traesko Group. Diese spezialisiert sich auf einen ganz besonderen Markt: „Isa Traesko ist ein klassischer Importeur, der sich eher im unteren Preissegment befindet“, erklärt Starmann. „Unser Geschäft ist die Belieferung von Non-Food- Artikeln für den LEH und den Discount.“ Dem Unternehmen sind dementsprechend Möglichkeiten und Vertriebswege offen, die anderen nicht zur Verfügung stehen. Umso ungewöhnlicher, dass Isa Traesko mit Relife die erste Marke in sein Portfolio aufnimmt, die für den klassischen Schuheinzelhandel gedacht ist. Doch Relife schien den Importeur zu beeindrucken. „Wir haben uns intensiv mit der Marke beschäftigt, haben uns links und rechts umgehört und festgestellt, dass die Kunden, die diese Marke führen, immer über durchschnittliche Abverkäufe haben.“ Dies sei in dieser Preislage nicht selbstverständlich, so Starmann weiter. Der Vorteil für Relife: Waren vorher nur FOB („Free on Board)“ -Lieferungen möglich, ergeben sich durch Isa Traesko nun neue Perspektiven. „Durch uns, die Organisation, die wir haben, haben wir nun auch die Möglichkeit, kleinere Aufträge zu konsolidieren, und so auch europaweit Kunden zu beliefern, die nicht in Asien FOB kaufen können“, erklärt Florian Starmann. Dadurch soll der Marke ein größerer Markt offenstehen, was die Position im Einzelhandel stärkt. Jedoch bleibt klar: Die Positionierung und die Produktion bleiben gleich. „Irgendwas zu ändern wäre nicht gut für Relife, und wir wollen nur das Beste für die Marke, sonst hätten wir sie ja nicht übernommen“, sagt Starmann. „Wir werden auch nicht damit anfangen, die Marke in den Kundenkreis von Isa Traesko zu bringen.“ Karl Prattes hat auch eine persönliche Perspektive auf die Veränderung: „Ich bin nicht mehr der Jüngste und wollte deswegen die Marke in jüngere Hände geben, in denen sie gut aufgehoben ist. Und bei Isa Traesko ist dies der Fall.“