Dafür holte Relife den Vertriebsexperten Timo Schmermund als Head of Sales DACH ins Team. Zudem kommuniziert das Unternehmen drei klare Benefits an den Handel. „Wenn man neu ist, muss man besser oder anders sein. Wir wurden oft von Händlern gefragt, warum sie unsere Marke aufnehmen sollten. Darauf brauchten wir eine klare Antwort“, erläutert Stefan Böing die Kommunikationsstrategie. Der erste Benefit liegt in den kompetitiven Preislagen; die Kernpreislagen liegen zwischen 59 und 69 Euro. Sie sollen trotz der aktuellen Markt- und Weltlage mittelfristig gehalten werden, verspricht Böing: „Vertrauen ist beim Markenaufbau das Wichtigste. Wir haben in unserer Struktur als Teil der Isa-Traesko-Gruppe noch Spielraum, wenn Sourcing und Logistik teurer werden. Wir wissen natürlich nicht, wie sich die Weltlage ändern wird, aber solange es uns irgendwie möglich ist, bleiben wir preisstabil.“ Denkbar sei, die Kollektion um höherpreisige Kategorien zu erweitern, etwa Lederschuhe für 79 Euro. Vorrang habe jedoch die Markenetablierung. Nichts ändern soll sich auch beim zweiten Benefit, der Handelsspanne. Die Basismarge liegt bei 2,7, die Spanne könne durch Rabatte jedoch bis auf 2,9 oder 3,0 steigen. In den Gesprächen mit der Verbundgruppe sei Relife dafür besonders gelobt worden, betonen die Verantwortlichen.
Der dritte Benefit ist der Unique Selling Point: die von Gründer Karl Prattes entwickelte Soft-Reflex-Sohle. Ein gepolsterter Fersenzylinder federt Stöße sanft ab und entlastet so die Wirbelsäule, während integrierte Massageelemente die Reflexzonen stimulieren. Der Markenexperte Stefan Böing erkannte dieses System als Alleinstellungsmerkmal, das noch stärker beworben werden müsse. Timo Schmermund erklärt, dass so ein USP wichtig sei, um dem Händler einen Grund zu geben, die Marke auszuprobieren: „Wir versuchen, den Schuh zu bieten, der das eine Gramm mehr auf die Waage bringt, das die Kaufentscheidung ausmacht. Unser USP ist sehr wichtig, um bei der Wahl zwischen zwei ähnlichen Schuhen den Unterschied zu machen.“ Der Gründer hat die Produktentwicklung dieses Jahr an Sebastian Pusch weitergegeben, der vorher unter anderem bei Caprice tätig war und die Designs nun weiterentwickeln soll.