Zwischen 2026 und 2028 sollen insgesamt 13 Mio. Euro für Rohingya-Flüchtlinge im bangladeschischen Cox’s Bazar bereitgestellt werden. Das Geld soll die Lebensbedingungen von knapp 1,2 Mio. Menschen verbessern, teilten der Modekonzern und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit.
Geplant sind unter anderem Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und der grundlegenden Infrastruktur in den Flüchtlingslagern. Zudem sollen besonders gefährdete Menschen in weniger risikoreiche Bereiche umgesiedelt und die Siedlungen besser gegen Überschwemmungen, Erdrutsche, Hitzewellen und Gewitter geschützt werden. Cox’s Bazar gilt als weltweit größtes Flüchtlingsgebiet und ist stark von Klimarisiken betroffen.
Darüber hinaus will Inditex in den kommenden drei Jahren 7,5 Mio. Kleidungsstücke und Paar Schuhe für Geflüchtete bereitstellen, unter anderem in Uganda und im Tschad. Weitere 2 Mio. Euro sind für die Logistik der Sachspenden vorgesehen.
„Diese Partnerschaft zeigt, welche wichtige Rolle die Privatwirtschaft bei der Unterstützung von Geflüchteten und ihren Aufnahmegemeinschaften spielen kann“, sagte UN-Hochkommissar Barham Salih. Die Mittel stärkten die Sicherheit und Klimaresilienz der Rohingya in Cox’s Bazar und unterstützten Familien bei der Deckung dringender Bedürfnisse.
Inditex-CEO Óscar García Maceiras erklärte: „Dieses Engagement aufrechtzuerhalten und weiterhin einen Beitrag zu leisten, ist eine Inspiration für alle bei Inditex.“
Die Zusammenarbeit von Inditex und UNHCR besteht seit 2020. Seither wurden nach Angaben der Organisationen knapp neun Millionen Kleidungs-, Schuh- und Haushaltsartikel an rund 2,7 Mio. Geflüchtete verteilt. Die erneuerte Vereinbarung läuft von Juni 2026 bis Ende 2028.