Innerhalb der Modebranche konnten sich die 15 beteiligten Unternehmen des Textilfachhandels (1.105 Niederlassungen mit durchschnittlich 170 qm Verkaufsfläche je Store, rund 60% Filialisten) über eine Reduzierung der durchschnittlichen Inventurverluste von 0,45 auf 0,43% freuen – bei einer allerdings großen Bandbreite der einzelnen Ergebnisse. Bei den sieben teilnehmenden Textilfachmarkt-Ketten (6.580 Niederlassungen mit durchschnittlich 480 qm Verkaufsfläche je Store) fiel die durchschnittliche Inventurdifferenz von 0,37 auf 0,36 Prozent. Merklich gesunken von 0,56 auf 0,49% ist in 2016 die Inventurdifferenz der 12 Textilkaufhäuser und Warenhäuser (mit 233 Niederlassungen bei durchschnittlich 8.450 qm Verkaufsfläche). Im Schuhfachhandel fiel die Inventurdifferenz leicht von 0,45 auf 0,44% (bei fünf Unternehmen mit 651 Filialen).
Inventurdifferenzen nach Warengruppen
Die mit Abstand höchsten Inventurdifferenzen gab es 2016 bei den Lederwaren mit 1,11% (EK-Wert in Prozent vom Nettoumsatz). Es folgt die Wäsche mit 0,66% vor der DOB mit 0,61, der HAKA mit 0,55 und Schuhen mit 0,54% Inventurverlust. Am Ende rangiert KIKO mit einem Wert von 0,48%.
Bei den getroffenen Maßnahmen lag in 2016 die Mitarbeiterschulung mit einer Durchführungs-Quote von 95% ganz vorne in der Gunst der Modehändler. Überdurchschnittlich oft eingesetzt wurden zudem die Datenauswertung der Warenwirtschaft (89%), eine Kassendatenauswertung (78%), die Artikelsicherung (68%) sowie eine offene Kameraüberwachung (59%).
An der Umfrage vom EHI Retail Institutes nahmen 39 Textil-, Schuh- und Warenhausunternehmen mit insgesamt mehr als 8.000 Geschäften teil.