Der italienische Schuhindustrieverband Assocalzaturifici hat die wirtschaftlichen Kennzahlen des ersten Quartals 2025 bekanntgegeben. Der Umsatz ist um 7 % gesunken. Das Exportvolumen ist zwar um 2,5 % gestiegen, doch im Wert ebenfalls um 4,1 % gesunken. Der Konsum der privaten Haushalte blieb auf dem Level der Inflation (-1,2 % bei den Ausgaben und -2,1 % beim Volumen), vor allem aufgrund der steigenden Energiekosten. Die Anzahl an Unternehmen ist mit 0,6% leicht gesunken, die Anzahl an Beschäftigten um 0,8%.
Insgesamt wurden 53,2 Mio. Paar Schuhe mit einem Gesamtwert von 3,04 Mrd. Euro exportiert. Dabei haben sich die Exporte in die EU gut entwickelt, das Volumen stieg um 6,4 %, der Wert um 0,8 %. Innerhalb der EU zeigte Deutschland eine starke Erholung (+15,5 % im Wert und +17 % im Volumen) nach starken Rückgängen von mehr als -10 % im Q1 2024. Auch die Exporte nach Frankreich nahmen mengenmäßig zu (+4,6 %), obwohl sie wertmäßig zurückgingen (-6,9 %). Diese Zahl beinhaltet Re-Importe von Produkten, die in Italien für französische Luxusmarken hergestellt wurden. Dennoch bleibt Frankreich das wichtigste Zielland dieser Ausfuhren.
Außerhalb der EU blieben die Exporte in die Schweiz stabil, Auffällig dabei ist, dass die multinationalen Luxusgüterhersteller weniger auf Schweizer Logistikzentren zurückgreifen und stattdessen direkt an die Endmärkte liefern.
Auf den wichtigsten Märkten in Ostasien war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen: China sank mengenmäßig um -17,9 % (wertmäßig um -27,5 %), Hongkong um -14,3 %, Südkorea um -18,1 % und Japan um -33,5 % (wertmäßig um -13,6 %). Insgesamt sank Fernost mengenmäßig um -22,6 % und wertmäßig um -25,3 %. Dagegen setzte sich der positive Trend in den Vereinigten Arabischen Emiraten (+16,8 % im Wert und +33,5% in der Menge) und der Türkei (+21% im Wert) fort.
Russland verzeichnete einen wertmäßigen Rückgang von -8,5 %, während die Ukraine um -4,2 % abnahm. In Kasachstan verlangsamte sich das Wachstum (-2% im Wert) nach mehreren Jahren starken Wachstums.
Die Vereinigten Staaten blieben wertmäßig stabil (+2,2 %), verzeichneten aber einen Rückgang des Volumens (-10,6 %), was auf die Handelspolitik und eine leichte Abwertung des Dollars zurückzuführen ist.
Die Lombardei blieb mit einem Anstieg der Ausfuhren um +5,9 % an der Spitze; Venetien verzeichnete einen Rückgang von -10,6 %; die Toskana fiel um -20,1 % (darunter -24 % in Florenz); die Marken verzeichneten einen geringeren Rückgang von -6,9 % (Fermo -12,1 %, Ascoli Piceno -6,3 %, während Macerata sich mit +1,2 % gegen den Trend stemmte); die Emilia-Romagna fiel um -12,3 % (Forlì-Cesena -8,4 %), ebenso wie die beiden wichtigsten schuhproduzierenden Regionen: Apulien (-5,7%) und Kampanien (-20,9%). Was den Inlandsverbrauch betrifft, so war ein leichter Anstieg der Familienkäufe von Sportschuhen und Turnschuhen zu verzeichnen (+1% beim Volumen und +1,7% bei den Ausgaben).
Bei den Herrenschuhen wurde ein Rückgang von -4,8 % bei den verkauften Paaren verzeichnet, während bei den Damen- und Kinderschuhen Mengenrückgänge von etwa -3 % zu verzeichnen waren.