Deutschland: Paarzahlrückgang bei gleichbleibendem Wert
Der Rückschlag im dritten Quartal hat die Ergebnisse stark belastet und führte zu einem wertmäßigen Rückgang der Auslandsverkäufe um 7,2% (mengenmäßig um 12,3%).
Giovanna Ceolini sorgt sich um die weitere Entwicklung nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Spannungen in verschiedenen Regionen.
Unter den wichtigsten Auslandsmärkten haben die EU-Märkte aus Sicht der italienischen Schuhhersteller insgesamt am besten abgeschnitten – hier gab es ein wertmäßiges Wachstum von 8,5% trotz eines Rückgangs des Volumens von -6,1% im Zeitraum Januar-September 2022. In Deutschland ging die Paarzahl aus Italien um 16,6% zurück, ihr Wert blieb jedoch stabil. Neben der Widerstandsfähigkeit Frankreichs (+1% beim Volumen und +17,1% beim Wert) war ein starker Rückgang (-32,4% bei den Paaren und -22,5% beim Wert) bei den Lieferungen in die Schweiz zu verzeichnen.
In den Nicht-EU-Destinationen verbuchten die italienischen Schuhhersteller einen Rückgang im Volumen um 13,4%, begleitet von einem negativen Vorzeichen beim Wert (-1,2%). Die Verkäufe in China entwickelten sich jedoch weiterhin gut (+17,2% bei der Menge und +12,2% beim Wert), trotz eines Rückgangs beim Wert im dritten Quartal (obwohl der Durchschnittspreis pro Paar mit über 200 Euro weiterhin bei weitem der höchste ist). Russland und die Ukraine haben sich weiter erholt (+40% bzw. +88% im Wert von Januar bis September 2022), auch wenn die Verkäufe auf diesen beiden Märkten immer noch unter dem Vorkriegsniveau liegen.