JD Sports Fashion verzeichnet im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 einen organischen Umsatzrückgang von 1,3 %. Auf vergleichbarer Fläche lagen die Erlöse 3,1 % unter dem Vorjahresniveau. Der Quartalsumsatz belief sich auf 3,09 Mrd. Pfund (3,60 Mrd. Euro). Im gesamten ersten Halbjahr setzte die Gruppe 5,90 Mrd. Pfund (6,87 Mrd. Euro) um.
Vor allem das Schuhgeschäft blieb unter Druck. JD Sports verweist in einer offiziellen Mitteilung auf die angespannte Konsumstimmung, laufende Veränderungen in den Produktzyklen wichtiger Markenpartner und ein weiterhin stark von Rabattaktionen geprägtes Marktumfeld. Positiver entwickelten sich Bekleidung und Accessoires. Auch der Online-Umsatz legte im zweiten Quartal um 2,6 % zu.
Regional fiel die Entwicklung unterschiedlich aus: In Nordamerika, das 35 % der Quartalsumsätze ausmacht, sanken die organischen Erlöse um 4,5 %. In Europa betrug das Minus 0,4 %, in Großbritannien 0,2 %. Dagegen legte die Region Asien-Pazifik organisch um 10,2 % zu. Im Schuhsegment sieht JD Sports weiterhin Schwächen bei auslaufenden Produktlinien und bei besonders nachfragestarken „High-Heat“-Produkten. Performance Running und neuere Schuhmodelle entwickelten sich dagegen besser.
„Das Geschäft im zweiten Quartal blieb schwierig. Der Markt war weiterhin stark von Rabattaktionen geprägt – als Folge des Konsumumfelds und der Herausforderungen bei den Produktzyklen im Schuhbereich, mit denen unsere Branche in den vergangenen Quartalen konfrontiert war“, sagt CEO Régis Schultz dazu. Gleichzeitig sieht er positive Entwicklungen innerhalb des Sortiments: „Wir sehen Wachstum bei Bekleidung und Accessoires, eine ermutigende Dynamik bei Performance Running und neueren Schuhmodellen sowie ein Plus von 2,6 % im Online-Geschäft.“
Zugleich will das Unternehmen Kosten und Investitionen eng steuern. „Wir achten weiterhin sehr konsequent auf Kosten und Kapitaleinsatz – bei frei verfügbaren Ausgaben, den Betriebskosten unserer Stores, den Warenbeständen und den Investitionen. Gleichzeitig treiben wir weitere Effizienzsteigerungen in der Lieferkette voran, darunter die Automatisierung unseres europäischen Distributionszentrums“, so der CEO.
Angesichts der bisherigen Umsatzentwicklung und des anhaltend herausfordernden Marktumfelds korrigiert JD Sports seine Prognose für das Gesamtjahr nach unten. Der Konzern erwartet nun einen Vorsteuergewinn vor Sondereffekten von 700 bis 800 Mio. Pfund (815 bis 932 Mio. Euro). Zuvor lag die Spanne bei 750 bis 850 Mio. Pfund (874 bis 990 Mio. Euro). Die Prognose für den freien Cashflow bleibt mit 460 bis 520 Mio. Pfund (536 bis 606 Mio. Euro) unverändert.