Herr Sans, wie entwickelt sich das Interesse an SABU Protect bei den Händlern? Haben Sie alle Interessenten unter den Mitgliedern erreicht oder kommen auch neue Zielgruppen hinzu?
Thomas Sans: Die Händlerzahl wächst kontinuierlich, das Interesse ist ununterbrochen da. Viele Händler wollten erst einmal abwarten und schauen, wie sich so ein neues Konzept entwickelt. Aber dass es bei den Konzeptteilnehmern so gut funktioniert, weckt wiederum das Interesse bei anderen.
Wie können ihre Mitglieder mit dem Verkauf von Sicherheitsschuhen anfangen?
Generell ist die Teilnahme am Gesamtkonzept SABU Protect erwünscht, damit die Händler auch die entsprechende Beratung bekommen und bei dem Thema vom ersten bis zum letzten Schritt an begleitet werden. Die Händler haben mittlerweile auch erkannt, dass es ein Faktor ist, wenn sie jemanden haben, der sich in diesem Bereich auskennt und den sie jederzeit kontaktieren können. Es hat wenig mit „normalem Schuhe verkaufen“ zu tun, wenn es um Normen und verschiedene Klassifizierungen geht.
Woher kommt der Erfolg mit Sicherheitsschuhen und warum kommt er gerade jetzt?
Ich denke, es macht schon einen Unterschied, dass ich die Händler betreuen kann, nachdem ich selbst fast 20 Jahre in dem Bereich Vertrieb gemacht habe. Ich bin selbst durch Phasen gegangen, in denen ich mir jedes verkaufte Produkt erarbeiten musste. Ich musste hinterfragen, was ich verbessern muss, um Gehör zu finden. Ich kann mich also in die Situation hineinversetzen. Allgemein gesprochen merkt man einfach, dass es den Händlern Spaß macht, sich damit zu beschäftigen und eine Sparte wachsen zu sehen. Das Thema steht ja nicht in Konkurrenz zum bestehenden Sortiment, sondern kommt on top dazu.
Der Markt wurde vorher vielleicht gar nicht so erkannt. Aber die Endkunden wollen sich mit ihren Fragen an eine Person wenden, die sich da auskennt, und nicht nur in den Fachmarkt. Sicherheitsschuhe sind auch für viel mehr Menschen relevant, weil Sicherheitsvorgaben immer umfassender werden. Dass das Potenzial jetzt gesehen wird, zeigt sich auch daran, wie viel die Hersteller zuletzt in Sportsponsoring investiert haben. Gleichzeitig steigt der Anspruch der Endkonsumenten. Eigentlich soll jeder Sicherheitsschuh so bequem sein wie ein Sneaker.
Welche Hersteller nehmen an SABU Protect teil?
Gestartet sind wir mit Uvex, Atlas, Baak und Elten. Jetzt konnten wir mit U-Power einen weiteren Hersteller für unser Portfolio gewinnen und wir sind in Gesprächen mit weiteren Marken. Die Firmen haben alle ihren Schwerpunkt und am Gemeinschaftsstand auf der Messe gönnt jeder dem anderen den verkauften Schuh. Auch das ist ein beflügelnder Aspekt bei dem Thema.