500 Milliarden Dollar – eine halbe Billion: Dieses Umsatzziel will Walmart im Geschäftsjahr 2015 erreichen. Bereits heute ist das Unternehmen mit Sitz im US-Bundesstaat Arkansas der größte Einzelhändler der Welt – und mit 2,2 Mio. Beschäftigten außerdem auch der größte private Arbeitgeber. Die Gesamtverkaufsfläche der über 10.000 Walmart-Stores beträgt mehr als 90 Mio. qm.
Allerdings bläst der chinesische Internet-Gigant Alibaba zum Angriff: Innerhalb der kommenden beiden Jahre will der weltweit größte Onlinehändler Walmart überflügeln. Alibaba betreibt in China die beiden E-Commerce-Plattformen Taobao und Tmall, die chinesischen Varianten von Ebay und Amazon. Über die Alibaba-Plattformen wurden 2012 Waren im Wert von 170 Mrd. Dollar gehandelt. Zum Vergleich: Der Warenwert von Ebay lag bei 68 Mrd. Dollar. Sollte das Wachstum des Onlinesektors in China in den kommenden Jahren anhalten, gehen Experten davon aus, dass das chinesische E-Commerce-Volumen 2020 größer sein wird als das der USA, Japans, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands zusammen. Um mit dieser Entwicklung standzuhalten, wird seit Wochen über den Börsengang (IPO) von Alibaba spekuliert, der im kommenden Jahr erfolgen soll. Nach Analystenmeinung könnte der Konzern dabei über 100 Mrd. Dollar einsammeln – mehr als Facebook.
Anfang Oktober verstärkte die Alibaba-Gruppe bereits das Engagement in den USA. Gemeinsam mit Partnern wurden 206 Mio. Euro in den Amazon-Rivalen Shop Runner investiert. Verkäufer des Shop Runner-Anteils soll Ebay sein, die Transaktion wurde von Shop Runner mit 600 Mio. Dollar bewertet.
Gründer von Alibaba ist Jack Ma, ein ehemaliger Englischlehrer, der in den 90er-Jahren mit geborgten 2.000 Dollar ’China Pages‘, eine der ersten chinesischen Internetfirmen gründete. 1999 gründete er Alibaba.com, 2003 folgte Taobao.com.