Nach seinem Abschied von Marc O’Polo hat Karl-Heinz Lauterbach im März 2024 den Posten des CEO Global Consumer Products beim Getränkehersteller Red Bull übernommen. Das Segment umfasst die Konsumgüter, die der Konzern neben den Getränken vertreibt. Neben der Modemarke Alpha Tauri ist Lauterbach damit für die Merchandise-Produkte verantwortlich, unter anderem das der mit Red Bull verbundenen Sportvereine: RB Leipzig und Red Bull Salzburg im Fußball, Red Bull München und Red Bull Salzburg im Eishockey und Red Bull Racing und Racing Bulls in der Formel 1.
Eigentlich wollte er nach seiner Zeit bei Marc O’Polo in beratenden Funktionen aktiv bleiben. Während der acht Monate langen Übergangszeit, in der die Verantwortung für den Schuhbereich an Jan Brinkmann weitergegeben wurde, war er bereits beratend bei Red Bull tätig, wie er im Gespräch mit schuhkurier zurückblickt: „Da ist der Wunsch entstanden, doch wieder operativ tätig zu sein. Ich habe gemerkt, dass das eher meinem Naturell entspricht. Und beidseitig war der Wunsch da, die Zusammenarbeit auf eine festangestellte Basis auszuweiten.“ Die erste Herausforderung sei für ihn, sich in die Komplexität des Portfolios einzuarbeiten. Es gebe verschiedene Rhythmen, dazu korrespondiere das Sport-Merchandising-Geschäft mit dem Erfolg der entsprechenden Teams.
Es gebe aber auch Parallelen zwischen seiner Tätigkeit bei Marc O’Polo und seiner neuen Arbeit beim Getränkekonzern, da er in beiden Fällen ein Nebengeschäft verantwortet, führt Lauterbach aus: „Man ist an eine tolle Marke mit hoher Beliebtheit und einem starken Unternehmen im Rücken angedockt. Da fühle ich mich wohl, wenn ich außerhalb des Kerngeschäfts viel Verantwortung übernehmen und die End-to-End-Prozesse gestalten darf.“