Den Österreicher würden nicht zuletzt die schlechte wirtschaftliche Entwicklung des Essener Konzerns abschrecken, heißt es im Focus-Bericht. Im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahrs (Oktober 2013 bis September 2014) soll der Umsatz laut Medienberichten erneut um 3,9% auf 1,413 Mrd. Euro zurückgegangen sein. Focus zufolge lag auch das dritte Quartal unter Plan.
2013 hatte Benko, der bereits diverse Karstadt-Immobilien besitzt, Nicolas Berggruen die Mehrheit an den Karstadt-Sporthäusern sowie den drei Luxus-Läden in Hamburg, Berlin und München abgekauft.
Die Gewerkschaft Verdi forderte unterdessen Sicherheit für die Arbeitsplätze der Beschäftigten. „Die Beschäftigten haben Karstadt groß gemacht. Sie stehen Tag für Tag in den Filialen und sind für die Kundinnen und Kunden da, sie sind es, die die Umsätze erarbeiten. Wir fordern eine verantwortliche Unternehmensführung“, erklärte Stefanie Nutzenberger, Verdi-Bundesvorstandsmitglied für den Handel. Die Beschäftigten bei Karstadt hätten in den letzten zehn Jahren über vier Sanierungstarifverträge bereits auf rund 700 Mio. Euro an Löhnen und Gehältern verzichtet. Sie alleine hätten damit einen entscheidenden Beitrag dafür geleistet, dass Karstadt heute noch in den Innenstädten präsent seien. Ausreichende Investitionen in die Karstadt-Häuser vom derzeitigen Mehrheitseigentümer Nicolas Berggruen seien dagegen bis heute ausgeblieben.