Es gibt sie noch, die guten Dinge – diesen Spruch, mit dem der Concept Store Manufactum wirbt, kann man perfekt für das Label De Vries adaptieren. Denn die süßen Kinderschuhe wirken wie kleine Exponate aus der Vergangenheit – mit ihrer handwerklichen Verarbeitung, der natürlichen Lederoptik und der schlichten, robusten Modellerie.
Gegründet wurde die niederländische Kinderschuhmarke von Lilian de Vries, geboren 1972, was dem Schuhlabel den charmanten Beinamen ’since 1972‘ beschert. Und in dieses Jahr würde man die Modelle aus hochwertigem Leder im Vintage-Look stilistisch auch einsortieren. Lilian de Vries arbeitete ursprünglich als Interiour Designerin für die niederländische Kaufhaus-Kette Hema, bis sie an einer Marktlücke fast verzweifelte: „Ich war frustriert von den ganzen Bling-Bling Schuhen, die meinen zwischen drei und acht Jahre alten Kindern angeboten wurden“, sagt de Vries, die bei ihren Produkten auf alle Extras verzichtet: Reißverschlüsse, Knöpfe, Applikationen, Knallfarben – und vor allem auf horrende Preise. So kosten De Vries Modelle zwischen 69 und 95 Euro im Verkauf.
Die Mutter von drei Kindern entwarf zehn klassische Modelle, die lange halten sollten – sowohl in Sachen Design als auch bei der Qualität – und ignorierte dabei ganz bewusst kurzlebige Modetrends. Die ersten Muster trugen ihre Kinder Probe und das Feedback dazu war gigantisch. Produziert werden die Schuhe in Portugal. „Der Fokus der Modelle liegt darauf, mit ihnen draußen spielen und toben zu können“, sagt Lilian de Vries, deren Design den Unisex-Gedanken verfolgt: Bis auf wenige Sandalen und Mary-Janes können die Schuhe in den Größen 23 bis 40 von Jungen wie Mädchen getragen werden. Wie damals, in der guten alten Zeit.
www.devries1972.com